Think Global.Act Local – Konferenzen für junge Politik

Think Global.Act Local – Konferenzen für junge Politik

Im kommenden Frühjahr werden die Gemeinderäte in Baden-Württemberg neu gewählt und die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg möchte daher mit Euch diskutieren: Warum braucht es junge Menschen in der Politik? Und warum ist es für uns als junge Menschen so wichtig, dass wir die Politik und vor allem auch nicht die Kommunalpolitik anderen Generationen überlassen.

Ende 2013 bin ich während den Vorbereitungen und nicht zuletzt auch wegen der Europa- und Kommunalwahlen 2014 zu Bündnis 90/Die GRÜNEN gekommen. Seit 2014 darf ich als jüngster Stadtrat im Sindelfinger Gemeinderat mitbestimmen, weche Wege meine Heimatstadt einschlagen soll.
Kommunalpolitik ist dabei zu einer Herzensangelegenheit geworden. Vor allem habe ich aber auch gemerkt, dass es vor allem in meiner Fraktion oft einen regen, generationsübergreifenden Austausch gibt. Aber dass es nicht reicht, wenn in einem vierzigköpfigen Gremium wie dem Sindelfinger Gemeinderat gerademal zwei Menschen unter dreißig sitzen, während der Großteil auf die Rente zusteuert.
Was mir das gezeigt hat, wie kaum ein anderes Thema, war die Debatte um die Digitalisierungsstrategie für Sindelfingen. (Hier könnt Ihr mehr dazu lesen. Hier
Deswegen haben wir auf dem Landesparteitag von Bündnis 90/Die GRÜNEN schon mit dem Antrag ‘Zukunftspartei heißt junge Partei’ klargemacht, dass auf unseren Listen Platz für junge Menschen ist, die Ihre Kommune und unsere Zukunft mitgestalten wollen. Lena, die junge Gemeinderätin aus Ulm und Sprecherin der GJBW, und ich haben darüber bei einigen grünen Veranstaltungen gesprochen (und kommen auch gerne bei Euch vorbei).
Aber als GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg wollen wir es aber dabei nicht belassen und wollen im September noch einmal grundlegend diskutieren: Warum ist es so wichtig, dass wir die Politik und Kommunalpoltik nicht nur den älteren Generationen überlassen?

Dafür kommen neben zahlreichen kommunalpolitischen Initiativen und jungen Kommunalpolitiker*innen auch drei der jüngsten Landtagsabgeordneten vorbei:

Alex Maier, dem jüngsten Landtagsabgeordneten aus Baden-Württemberg

Lasse Petersdotter und Aminata Touré, den jüngsten Landtagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein

Merkt Euch jetzt schonmal den 30. September (Stuttgart) oder falls für Euch Freiburg geschickter ist, den 29. September vor!

Um eine kurze, formlose Anmeldung an tobias.bacherle@gjbw.de wird gebeten.
Hier findet Ihr mehr das Facebook-Event zur Freiburger Konferenz: Think Global.Act Local – Konferenz für junge Politik / Freiburg
Hier findet Ihr mehr das Facebook-Event zur Stuttgarter Konferenz: Think Global.Act Local – Konferenz für junge Politik / Stuttgart
Mehr als 250 Menschen für die Seenotrettung

Mehr als 250 Menschen für die Seenotrettung

Die Seebrücke in Sindelfingen war ein starkes Zeichen für die Menschlichkeit

Nachdem ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik zur Seebrücke nach Sindelfingen aufgerufen hatte, kamen vergangenen Samstag mehr als 250 Menschen und haben mit uns gemeinsam für eine humanitäre Flüchtlingspolitik und vor allem für die Seenotrettung im Mittelmeer demonstriert.

Auch die Presse hat unseren Demoaufzug und die Kundgebungen begleitet und berichtet:

“So tötet Europa Menschen” – Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, 29. Juli

Mehrere hundert Menschen haben unter dem Motto “Seebrücke schafft sichere Häfen” für Solidarität mit den Nichtregierungsorganisationen demonstriert, die im Mittelmeer Geflüchtete vor dem Ertrinken retten.

Den ganzen Artikel der SZ/BZ findet Ihr unter https://www.bbheute.de/nachrichten/so-toetet-europa-menschen-29-7-2018/

Demo: “Menschen ertrinken zu lassen, ist unerträglich” – Kreiszeitung Böblinger Bote, 29. Juli 2018

Mehr als 250 Menschen demonstrieren in Sindelfingen für die Seenotrettung im Mittelmeer
Nachdem bundesweit in den letzten Wochen bereits weit über 30 000 Menschen unter dem Motto “Seebrücke – für sichere Häfen in Europa” gegen die Abschottungspolitik und das Ertrinken von Flüchtlingen im Mittelmeer protestiert haben, sind am Samstag auch in Sindelfingen gut 250 Menschen auf die Straße gegangen.

Den ganzen Artikel der Kreiszeitung findet Ihr unter https://www.krzbb.de/krz_152_111566621-13-_Menschen-ertrinken-zu-lassen-ist-unertraeglich.html

 

Demo für Seenotrettung – Stuttgarter Zeitung, 

 

 

 

 

 

Video:

Steffen Braun war auch bei der Demo dabei und hat ein Video mit Impressionen gebastelt. Alle Videos der Demo findet Ihr hier:

Noch einmal vielen Dank an alle, die mitmobilisiert, mitgeholfen, fotografiert, gefilmt oder untersützt haben.
Wenn Ihr weiter aktiv bleiben wollt, dann meldet Euch gerne.

 

 

Seebrücke – Breites Bündnis ruft zur Demo in Sindelfingen auf

Seebrücke – Breites Bündnis ruft zur Demo in Sindelfingen auf

Breites Bündnis ruft zur Teilnahme an der Demonstration zur Seebrücke in Sindelfingen auf

Nachdem Bundesweit in den letzten Wochen bereits weit über 30.000 Menschen unter dem Motto Seebrücke – für sichere Häfen in Europa gegen die Abschottungspolitik und das Ertrinken im Mittelmeer protestiert haben, haben wir auch in Sindelfingen eine Demonstration für den 28. Juli angemeldet.
Treffpunkt ist 11.00 Uhr auf dem Marktplatz, die Abschlusskundgebung wird auf dem Planiedreieck stattfinden und voraussichtlich um 13.00 Uhr vorbei sein, sodass die S-Bahn rechtzeitig erreicht wird um zum CSD in Stuttgart zu kommen.
Als Gäste werden Friedhold Ulonska von der Mission-Lifeline und Klaus Stramm von Sea Watch sprechen. Beide waren als Kapitäne auf dem Mittelmeer auf Seenotrettungsmissionen im Einsatz.
Musikalisch wird die Veranstaltung von Joris Rose begleitet
Ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik ruft jetzt zur Teilnahme an der Demonstration auf.

Hier findet Ihr die Demonstration auf Facebook: https://www.facebook.com/events/921150851422372/

Hier findet Ihr den Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration und die Untersützenden:

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Statt die Grenzen dicht zu machen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen

Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

In den letzten und auch kommenden Wochen gab und gibt es schon unzählige Proteste, die dringend nötig sind, um die Stimme der Humanität hörbar zu machen. Auch hier in Sindelfingen wollen wir eine laute & bunte Veranstaltung, um die Forderungen zu untermalen. Kommt alle, bringt noch Leute mit, malt Schilder oder zieht euch orangene Westen an, eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Zur Teilnahme an der Seebrücken-Demonstration rufen auf:

Arbeitskreis Asyl Sindelfingen
Junger Arbeitskreis Asyl Sindelfingen
Ver.di Ortsverein Böblingen/Sindelfingen
DGB Kreisverband Böblingen
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg DEAB e.V.
Interchange e.V.
KjG St. Maria Sindelfingen
Bündnis 90/Die GRÜNEN Kreisverband Böblingen
Bündnis 90/Die GRÜNEN Ortsverband Sindelfingen
Die LINKE Kreisverband Böblingen
GRÜNE JUGEND im Kreis Böblingen
GRÜNE JUGEND Landesverband Baden-Württemberg
Jusos Kreisverband Böblingen

Die zur Pressemitteilung als Download.

Offener Brief: CarSharing ist ein wichtiger Teil für nachhaltige Mobilität

Offener Brief: CarSharing ist ein wichtiger Teil für nachhaltige Mobilität

Car2Go zieht sich aus den Sindelfinger Randgebieten zurück. Nachdem wir GRÜNE uns eher eine Ausweitung des Geschäftsgebiets erhofft hätten und Car2Go Kundenprotest vermisst, möchte ich mich mit diesem offenen Brief an Car2Go wenden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Monaten hatte das Wort Mobilitätsmix für mich immer eine besondere Bedeutung. Es war das Wort, mit dem ich den Leuten erklären wollte, dass eine nachhaltige Mobilität mehr ist als nur E-Autos. Dass wir uns nur dann nachhaltiger voran bewegen können, wenn der ÖPNV günstiger wird, und auch ausgebaut wird, wenn wir mehr und bessere Fahrradwege haben, es mehr Spaß macht zu Fuß zu gehen, und vor allem nicht jeder mehr ein eigenes Auto brauche – auch dann, wenn für Besorgungsfahrten ab und zu eines notwendig ist.

Das Thema der neuen, vernetzen und nachhaltigeren Mobilität brennt uns so sehr unter den Nägeln, dass wir auch als GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg uns intensiv mit dem Thema beschäftigen und im November zum Mobilitätsgipfel nach Mannheim einladen.
Immer geht es dabei auch darum, wie eben die Lücken geschlossen werden können, die ÖPNV, Fahrrad und Zufußgehen nicht schließen können. Und immer wieder hat CarSharing mit Floating-Flotten dabei eine Vorbildfunktion. Und besonders schön war dabei dann erzählen zu können, dass es das in Sindelfingen schon gibt.

Leider hat Car2Go jetzt die Rolle rückwärts angekündigt: Das Angebot wird unter anderem in Sindelfingen und Böblingen, sowie in den Stuttgartern Randgebieten massiv eingeschränkt und verteuert.

Nachdem wir in der Bundestagswahl monatelang darüber debattiert haben und parteiübergreifende Einigkeit herrschte, dass sich Mobilität in Zukunft verändern wird und auch soll und wir dabei immer wieder erfreut auf Car2Go geblickt haben, kann ich nur sagen: Diese Entwicklung ist für nachhaltige Mobilität die Falsche.

Car2Go behauptete, dass es bisher keine Beschwerden gegeben hat. Das ist der Punkt an dem sich der Anbieter Kritik gefallen lassen muss: Das keinen Tag nach der Veröffentlichung der Änderungen der Presse so zu sagen, lässt keinerlei Reaktionszeit.
Das ist ärgerlich, denn sicherlich wird es mehreren Kunden so wie mir gehen: Durch die anstehenden Änderungen, insbesondere die beschnittenen Geschäftsgebiete fällt ein Mobilitätsangebot weg. Und damit die Betroffenen auch als Kunde für Car2Go.
Denn auch wenn Car2Go die Änderungen mit einer Verbesserung in der Stuttgarter Innenstadt begründet, so sind es nicht nur die Extragebühren für die Randlagen, sondern auch die Verkleinerung des Geschäftsgebiets, die die Nutzung unattraktiver machen – in meinem Fall sogar weitesgehend sinnlos.
Es mag sein, dass der Betrieb kaum wirtschaftlich ist. Aber ein CarSharingsystem, das auch in Wohngebieten und Randlagen zur Verfügung steht, sollte als wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft gelten.

Daher wirft die Verschlechterung auch politische Fragen auf:
Zum einen erklärt Car2Go den Rückzug mit zu hohen Rückführungskosten der Autos von den Randgebieten nach Stuttgart. Mit anderen Worten in den Randlagen war die Auslastung (noch) nicht hoch genug und nicht oft genug in die Stadt hinein.
Das drängt die Frage, ob es daneben genug Unterstützung gab, also ob zum Beispiel Ladeinfrastruktur fehlte oder die Park-Abkommen unlukrativ waren, zunächst in den Hintergrund.
Es bleibt also die Frage, wie eine Kommune Mobilitätskonzepte neben kooperativem Verhalten, noch steuern kann:
Gibt es Möglichkeiten als öffentliche Hand Einfluss auf das Angebot von Floating-Systemen zu nehmen? Schließlich wird auch der Busbetrieb und andere öffentliche Transportmittel von städtischer Seite oft bezuschusst oder gar ganz bezahlt.

Das gilt es bald zu klären. Denn für eine gute Mobilitätspolitik ist CarSharing ein wichtiger Baustein – egal ob dies am Ende von einem großen, kommerziellen Anbieter, von Vereinen oder in anderen Modellen betrieben wird.
Schade, dass Car2Go zumindest für Sindelfingen und Böblingen diese Lücke nicht mehr füllen wird.

Viele Grüße,

Tobias B. Bacherle

 

 

 

dit is schade! Festival – Presseschau

dit is schade! Festival – Presseschau

Eine Woche vor der Bundestagswahl hatte ich nicht nur Besuch von Winne Hermann MdL und Konstantin von Notz MdB, sondern hatte auch eine nicht-Wahlveranstaltung mitorganisiert: Das dit is schade! Festival 2017 mit Bands wie Leoniden, Into The Fray, Kid Dad, Liedfett, City Light Thief und Zen Zebra (und vielen mehr)

Auch hier wird es höchste Zeit noch einmal zurück zu blicken. Daher eine kleine Presseschau:

Allschools: dit is schade! Festival 2017

Bericht über den Freitag auf dem dit is schade! Festival u.a. mit Zen Zebra, I Salute und den Leoniden.

Allschools: Bildergalerie vom Freitag

Bilder von 61 Inch, Leoniden, I Salute, Zen Zebra und Into The Fray.

MyIndieMind: Bildergalerie vom dit is schade! Festival 2017

Bildergalerie von beiden Tagen auf MyIndieMind.

Kreiszeitung Böblinger Bote: Lob von Gästen und Musikern.

Bericht in der Lokalzeitung Kreiszeitung Böblinger Bote.

SZ/BZ: Mit Herzblut auf die Beine gestellt.

Bericht in der Lokalzeitung Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung

Wir in BB – RegioTV

Einige Impressionen im Wochenrückblick.

 

Bilder in diesem Beitrag:
Pirlo Wissam

Danke

Danke

Danke!

Neun Tage hab ich jetzt erst einmal ganz praktisch Urlaub gemacht. Heute, am zehnten Tag, ist es Zeit, endlich ordentlich Danke zu sagen.
Nicht nur wäre diese Kampagne ohne zahlreiche helfende Hände und Köpfe nicht möglich gewesen, sondern wir haben auch ein beachtliches Ergebnis eingefahren!

11,94% und 12,7%

Und zuallererst muss der Dank an Sie und Euch gehen, an alle 23.206 Menschen die mir mit Ihrer Erststimme das Vertrauen ausgesprochen haben und an alle 24.768 Menschen, die meine Partei Bündnis 90/Die GRÜNEN im Wahlkreis Böblingen mit ihrer Stimme zu einem guten Ergebnis verholfen haben.
11,94% der Erststimmen und 12,7% der Zweistimmen liegen wir in Böblingen deutlich über dem Bundesschnitt und etwas unter dem Landesschnitt, allerding sind wir mit +2,54 bzw. +2,4% nur leicht über bzw. leicht unter dem Landesschnitt was den Zuwachs an Stimmen anbelangt.

Am Ende einer Kampagne, mit der ich vor allem in den letzten Monaten sehr zufrieden war, steht also ein Ergebnis, mit dem ich ebenso zufrieden bin. Auch wenn es für mich nicht nur ein anständiges, sondern ein sehr gutes Ergebnis im Bund und im Land gebraucht hätte, bin ich dennoch froh, dass wir es geschafft haben, zumindest über den Umfragen zu landen.
Dafür und eben für jede einzelne Stimme möchte ich mich herzlich bedanken!

22. September 2016 – 24. September 2017

Am 22. September 2016 hat mich meine Partei zu ihrem Bundestagskandidaten gemacht. Ein Jahr und zwei Tage habe ich mir also Mühe gegeben, diese Partei zu vertreten und vor allem uns zu verankern. Keine Frage: Eine prägende Zeit. Aber inzwischen hoffe ich auch, dass nicht nur ich Lehren aus dieser Zeit ziehen werde.

Zunächst einmal muss ich irgendwie loswerden, dass es eine immens intensive Zeit war.

Mit dem verhätlnismäßig knappen Budget habe ich nicht den Spielraum für ein professionelles Kampagnenmanagement gesehen. Vielleicht hätte man dadurch mehr Fundraisen können und eine Stelle dadurch refinanzieren können. Wie dem aber auch sei: Es gibt in dieser Kampagne viel hätte.
Ich bin sicher, dass auch ich vieles hätte anders machen können und manches hätte ich auch anders machen sollen. Aber um die Kampagne intern zu analysieren braucht es sicherlich einen anderen Raum.

Nichtsdestotrotz sollte gesagt sein, dass gerade diese Situation als Kandidat die Kampagne nicht nur zu kommunizieren und weiter zu tragen, sondern maßgeblich zu gestalten, umzusetzen und gänzlich zu verantworten mir nicht nur Spaß und Lerneffekte gebracht hat. Natürlich war ich ungleich erleichtert, dass unser Konzept am Ende landesdurchschnittlich gut funktioniert hat.
Zwölf Monate sind eine lange Zeit, entsprechend viele Menschen gab es die an allen kleinen Schrauben gedreht haben und durch ihre Unterstützung das möglich gemacht haben. Bevor ich mit dem Bedanken anfange, will ich noch eine Sache erwähnen, die mich unglaublich dabei gehalten hat: Das positive Feedback.
Ich weiß, dass viele Menschen bedenken hatten. Ob meines Alters oder meiner Haare oder sonst was.
Es war unfassbar gut zu hören, dass ich es geschafft habe, viele dieser Menschen doch noch zu überzeugen. Und das wichtigste ist, dass wir hier im Kreis glaube ich einen wichtigen Schritt gegangen sind: Wir haben es als GRÜNE endlich geschafft, positiv über unsere Kampagne, unseren Kandidaten, unsere Wahlvorhaben zu sprechen. Es war wirklich gut zu merken: Wir waren ein bisschen begeistert.

Und jetzt Danke an alle:

Wie schon gesagt: Ohne Hilfe wäre diese Kampagne nicht möglich gewesen.
Und ganz besonders möchte ich mich bei allen Bedanken, die den Weg auf sich genommen haben um uns hier im Wahlkreis 260 zu besuchen – egal ob von direkt neben an oder aus Kiel, Brüssel und Freiburg.
Weil online Klicks alles sind, erlaube ich mir, mögliche Inhalte auch gleich zu verlinken.

Vielen Dank in der Reihenfolge der Besuche also an:
Chris Kühn MdB (YouTube Talk), Micha Bloss (FB-Live Chat), Agniezska Brugger MdB (FB-Live Chat / YouTube Talk), Omid Nouripour MdB (FB-Live Chat / YouTube Talk), Jakob Wilke, Erik Marquardt, Gerhard Schick MdB (FB-Live Chat / YouTube Talk), Matthias Gastel MdB (FB-Live Chat), Kerstin Andreae MdB (FB-Live Chat), Theresia Bauer MdL, Ska Keller MdEP (WG Talk der GJBW), Manne Lucha MdL (FB-Live Chat), Terry Reintke MdEP, Armin Bernesse (FB-Live Chat), Winne Hermann MdL (After Video von der Busfahrt), Konstantin von Notz MdB (FB-Live Chat), Moritz Heuberger (FB-Live Chat) und Thekla Walker MdL.
Für die musikalische Begleitung bei den Veranstaltungen noch riesen Danke an Dani Vogrin (Keep Away From Fire) und Joris Rose!

Natürlich wären alle Marktstände, alle Veranstaltungen und alle Flyer nicht ohne die Unterstützung und das Engagement der Ortsverbände zustande gekommen. Daher – bevor ich einzelne Menschen hier im Kreis vergesse – vielen herzlichen Dank an alle, die vor Ort, im Kreisverband, im Kreisvorstand, in den Ortsverbnden, online, offline: Danke.
Auch danke an Ute Stabingies für wundervolle Pressemitteilungen und an Basti Brandt für wunderschöne Videos in den letzten beiden Monaten der Kampagne. Und an Jochen Detscher und Tarek Musleh für wundervolle Pressebilder. Franz Rumiz für das grandiose Logo. Sowie an Up DigitalMedia und Annca für die Beratung.
An die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg, insbesondere den Landesvorstand, für Verständnis, Vertretung auf Podien und Unterstützung über die letzten 15 Monate. Und Support bei der Listennomminierung (da auch noch einmal Danke an Thekla Walker, Roland Mundle und den Kreisvorstand)
An das dit is schade! Team und alle die diese Kampagne sonst noch ausbaden mussten.
Und an meine Mitkandidierenden, auf den zahllosen Podien für einen anständigen Ton und gute Diskussionen.

Und auch noch ein Danke an Anika, Marcel, Julian und alle die im Frühjahr bis Sommer 2016 schon dachten, es ist eine gute Idee jetzt zu kandidieren. An Herbert Rödling, der vor vier Jahren dachte, es ist eine gute Idee mich für GRÜN zu gewinnen. Und noch einmal besonders an Sanja, die dachte es ist eine gute Idee, sich auf eine fünfzehnmonatige Reise zur Nominierung, Listenaustellung und abschließend dieser Wahl zu begeben.
Und abschließend, aber in keinsterweise zu unterschätzen – alle, die drum herum dabei waren, unterstützt haben und Auszeiten gegeben haben. Ob schon genannt oder nicht: Ihr wisst ja, wer ihr seid.

Übrig bleibt…

… nicht nur die Erinnerung an eine gute Zeit. Es bleibt ein Ergebnis, viel Arbeit im Wahlkreis Böblingen – denn ohne Richard Pitterle sind es nur noch Thekla Walker MdL und Bernd Murschel MdL, also wir GRÜNE, die links der Mitte hier im Kreis arbeiten.
Vor allem aber eine Erkenntnis: Ich weiß wieder sehr genau, wohin ich will. Neben der guten Zeit, ist das die für mich wahrscheinlich wichtigste Erkennntis. Bei allen Gesprächen, ist mir insbesondere bei den Veranstaltungen im Juli bewusst geworden: Ich möchte gerne mehr für meine Nah-Ost-Studien machen.
Daher komme ich ums Arabische wahrscheinlich nicht drum herum.

Und weiter?

Für meine Partei hoffe ich daher auf gute, aber wohl bedachte Verhandlungen um mögliche Koalitionen. Gegenüber Bento, aber auch z.B. der Kreiszeitung habe ich es bereits gesagt, dass wir natürlich sondieren sollten, aber unsere Skepsis nicht ablegen sollten. (Hier klicken zur Presseschau des Wahlabends)
Ich selbst werde jetzt natürlich wieder studieren. Aber ich bleibe auch Stadtrat in Sindelfingen und Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg. Auch das dit is schade! Festival wird es 2018 wieder geben und mal schauen, ob ich meine Suche nach neuen Visionen irgendwie fortsetzen kann.

Aber eigentlich ist es gar nicht so wichtig, was ich mache, sondern vielmehr, was wir jetzt tun: Wir haben vier Jahre Zeit. Vier Jahre, nicht nur um unsere Partei für die nächsten Wahlen zu rüsten und unterwegs ein gutes Kommunalwahlergebnis zu holen.
Nein, wir als junge Menschen haben auch vier Jahre Zeit zu zeigen, dass wir eine weltoffene Gesellschaft wollen. Eine Gesellschaft, der auch der Klimawandel nicht egal ist. Aber vor allem geht es weiter: Denn die offene Gesellschaft wird nicht alle vier Jahre bei Wahlen verhandelt. Sondern jeden Tag – am Küchentisch, in der Schule, am Arbeitsplatz oder an der Uni und im Netz.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Also, keine falsche Scheu. Bringt Euch ein. Gerne als Parteimitglied bei uns Grünen oder bei der GRÜNEN JUGEND. Aber gerne auch sonst wo.
Und falls Ihr noch unsicher seid: Meldet Euch natürlich gerne.

 

Wahlabend & Ergebnis: Presseschau

Wahlabend & Ergebnis: Presseschau

Am Wahlabend und am Tag nach der Wahl wurde ich von zahlreichen Medien zum Ergebnis befragt. Was ich von meinem eigenen Ergebnis denke, habe ich hier auch nochmal zusammengeschrieben (hier klicken zur Danksagung)
Im folgenden habe ich alle online veröffentlichen Artikel zusammen gesucht, sortiert nach Medium. Einfach auf die Titel klicken.

Bento:

“Junge GRÜNE haben keine Lust auf eine Jamaika-Koalition”

Interview mit Jamila Schäfer (Bundessprecherin GRÜNE JUGEND), Lasse Pettersdotter, Rasmus Andresen (beide MdLs in Schleswig-Holstein) und mir über Jamaika.

Wir haben 6 Politiker unter 30 getroffen – nur der AfD-Kandidat hat es in den Bundestag geschafft

Abschließender Artikel einer Serie über die jüngsten Bundestagskandidierenden in Baden-Württemberg.

 

Gäubote

Zweitstärkste Partei in der Stadt – GRÜNE ziehen nach der Bundestagswahl positives Ergebnis

Über das Ergebnis in Herrenberg aus GRÜNER Sicht.

Lachendes und weinendes Auge

Bericht von unserer Wahlparty in Sindelfingen

Die AGH-Schüler stimmen für Schwarz-GRÜN

Bericht über die Juniorwahlen in Herrenberg.

CDU verzeichnet deutliche Einbusen

Bericht über die Ergebnisse der Wahl in Herrenberg.

 

Kreiszeitung Böblinger Bote

Bundestwagswahl: CDU und SPD brechen ein, AfD stark

Bericht über die Ergebnisse im Kreis Böblingen.

Erleichterung und Sorge dicht beieinander

Bericht von unserer Wahlparty in Sindelfingen

 

Stuttgarter Zeitung & Leonberger Kreiszeitung

Stau statt Wahlparty für Florian Toncar – GRÜNE jubeln verhalten

Bericht über das Ergebnis im Wahlkreis Böblingen.

Wahlkampf: CDU betreibt hohen Aufwand

Artikel über die Ausgaben für die Kampagnen im Kreis Böblingen

 

SZ/BZ
Fahre nicht euphorisch nach Jamaika

Bericht über die Ergebniss & Einschätzungen

Ein Ort, zwei Wahllokale und große Unterschiede in der Wählergunst

Bericht über die Wahl in Sindelfingen inkl. Analyse der Hoch- und Tiefstwerte.

Bericht: Verkehrspolitische Bustour mit Winne Hermann MdL

Bericht: Verkehrspolitische Bustour mit Winne Hermann MdL

Verkehrspolitische Bustour mit Winne Hermann, MdL:
„Wir sollten den Klimawandel an die Deutsche Bahn abgeben“
Gelungenes, letztes Wahlkampf-Event mit Winne Hermann. Auf Einladung von Tobias B. Bacherle, Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die GRÜNEN im Wahlkreis Böblingen ging es am Freitag per Bus quer durch Sindelfingen und Böblingen.  Infos zu den ausgewählten Stätten nachhaltiger Mobilität gab es von den beiden Landtagsabgeordneten Winne Hermann und Thekla Walker.

Los ging es in einem waschechten Baden-Württemberger Bus aus dem Jahr 1986. „Der Bus zumindest ist durch sein Baujahr über jegliche Abgas-Manipulation erhaben“, so die launige Begrüßung von Heiko Focken vom GRÜNEN Ortsverband Sindelfingen. „Die Mobilitätswende ist eine der wichtigsten Herausforderungen für unseren Wahlkreis, das haben mir auch die vielen Podiumsdiskussionen der letzten Tage gezeigt. Und da steckt viel mehr dahinter als nur das E-Auto. Für das Programm ‚Schiene vor Straße‘ brauchen wir die Unterstützung vom Bund und wir hoffen nach der Wahl einen Bundesverkehrsminister zu bekommen, der uns hier auch unterstützt“, leitete Bacherle das Thema ein.

Erster Stopp an der Baustelle für das Bahnbetriebswerk der Schönbuchbahn, die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Böblingen und Dettenhausen ist derzeit eines der größten Bahn-Projekte im Kreis Böblingen. Hermann: „Im Moment wird viel über die Elektrifizierung des Autos gesprochen, was dabei vergessen wird: Hier in Baden- Württemberg sind ein Drittel aller Schienenstrecken noch gar nicht elektrifiziert. Die Schönbuchbahn ist das erste Projekt unserer Initiative“. Aber es gehe nicht nur um Antriebe, für eine Verkehrswende brauche es neue Gesamtkonzepte, ohne die Weiterführung der Energiewende sei das nicht zu stemmen. „Was wir brauchen ist ein anderer Mobilitätsmix: Weniger Auto, mehr Rad und Bahn und ein besserer ÖPNV.“ Die 37,5 Millionen für die neue Schönbuchbahn seien gut investiertes Geld, bis Ende des nächsten Jahres soll sei dann im 15 Minuten-Takt Holzgerlingen und Böblingen verbinden. „Die Bahn trägt dann dazu bei, dass mehr Menschen elektromobil unterwegs sein werden als mit einem eigenen E-Auto“, so Hermann.

Nächster Halt dann an der Baustelle für die neue Bahnunterführung Herrenberger Straße, wegen der besseren Vertaktung wird es hier keine Bahnschranke geben. Auf die Frage, wann es eine Viertelstundentaktung zum Beispiel der S 6 nach Leonberg gäbe, versprach Hermann „Es wird mehr Geld geben, um das zu finanzieren. Aber wenn wir eine bessere Mobilität wollen, brauchen wir in Zukunft auch mehr Mittel vom Bund. Wir kriegen die Leute nur zum Umsteigen in die Bahn, wenn Bahnfahren zuverlässiger, pünktlicher, sauberer und sicherer wird“
Weitere Diskussionspunkte waren die hohen Ticket Preise und Unübersichtlichkeit über die vielen, verschiedenen Verkehrsverbünde. „Genau 23, das ist in anderen Bundesländern anders“, so die Antwort Hermanns. „Zonenwaben und Automaten sind Abschreckung für den ÖPNV. In den nächsten Wochen planen wir die Gründung einer Landestarifgesellschaft. Damit wollen wir ein neues Vertriebssystem und modernes Ticketing auf den Weg bringen“.

Weiter ging’s mit einem Dauerbrenner: der fehlende Lückenschluss zwischen der B 295 und B 464 in Höhe Renningen und die Querelen mit der Stadtverwaltung.  Hermann konterte, die Schuld für die Verzögerungen gehe auf die Kappe des Renninger Bügermeisters. „Je breiter der Lückenschluss gebaut wird, desto mehr Fläche wird verbraucht und desto fetter muss dann auch die Straße sein, das zieht noch mehr Verkehr nach sich“, so Hermanns Kritik an den ursprünglichen Planungen. Die beiden Kreiselverkehre zusammen mit der neuen Einfädelung auf die B 295 hätten sich als belastungsfähig erwiesen. „Wir setzen die Priorität jetzt erst einmal auf die Deckelung der A 81, das muss Step by Step erfolgen, sonst droht der Kollaps“

Zurück in Sindelfingen stellte die GRÜNEN-Regional- und Stadträtin Sabine Kober die Ausbau-Pläne des Bahnhofs zum neuen Mobilitätspunkt vor: Probleme gäbe es derzeit vor allem mit dem Standort des alten Güterschuppens, hier sei der neue Mobilitätspunkt mit einer besseren Anbindung an die Bushaltestelle geplant. Der Schuppen läge nah an den Gleisen, das gäbe jetzt Probleme beim Abriss. Im Herbst 2019 soll es mit dem Bau losgehen, 2020 sei die Fertigstellung geplant. „Wir sollten den Klimawandel an die deutsche Bahn abgeben, dann geht der langsamer voran“, so die launige Reaktion Hermanns. „Es kann nicht sein, dass so ein Kleinkram so lange dauert. Die Bahn will ganz Stuttgart untertunneln und schafft es zeitnah nicht, einen Schuppen abzureißen.“

Einen positiven Ausblick gab’s schlussendlich noch auf geplante Radschnellwege. Drei Pilotprojekte seien konkret auf dem Weg. Den Städten im Raum Stuttgart und im Raum Sindelfingen/Böblingen müsse aber auch klar sein, dass Radschnellwege nicht an Stadtgrenzen enden können. Nach den vielen Infos hatte Bacherle das Schlusswort: „Die GRÜNEN machen einen Unterschied, das sehen wir hier auch wieder an unseren Landtagsabgeordneten. Das sollte auch bei der Bundestagswahl bedacht werden. Deshalb stimmen Sie für die GRÜNEN“

Mehr Infos auch unter www.tbbacherle.eu

 

Wahlparty am Sonntag im ‘s Café in Sindelfingen

Wahlparty am Sonntag im ‘s Café in Sindelfingen

Zum Abschluss wieder ins ‘s Café

Bündnis 90/Die GRÜNEN laden zur Wahlparty am Sonntag ab 17.30 Uhr ins Sindelfinger ‘s Café in der Turmgasse ein.
In der Sindelfinger Bar ‘s Café endet damit für Bacherle sein Wahlkampf. Das an eben dem Ort, wo er den Sindelfinger Wahlkampfhöhepunkt mit Erik Marquardt hatte, wo dessen Ausstellung über Afghanistan bis Ende August hing und dort, wo Bacherle neben zahlreichen Pressegesprächen, sich auch mit der SWR Landesschau getroffen hatte.
Um 18.00 Uhr werden die GRÜNEN dann gemeinsam die ersten Ergebnisse abwarten und anschließend noch einmal den Wahlkampf Revue passieren lassen. Anschließend wird Bacherle selbst ins Landratsamt gehen, um gegen 20.00 Uhr wieder ins ‘s Café zurückzukehren und den Abend ausklingen zu lassen.

FB-Event zur Wahlparty

Bericht: Jugend & Europa. Mit Terry Reintke & Armin Bernsee in Herrenberg.

Bericht: Jugend & Europa. Mit Terry Reintke & Armin Bernsee in Herrenberg.

„Wir haben die Zukunftsthemen, die müssen wir an die jungen Leute bringen“
Europaabgeordnete Terry Reintke und bundespolitischer Geschäftsführer der GRÜNEN JUGEND Armin Bernsee zu Gast beim Sommerfest der GRÜNEN Herrenberg & Gäu im Klosterhof zum Thema ‚Jugend und Europa‘

Mit Unterstützung aus Straßburg und Frankfurt und um dem Thema „Jugend und Europa“ ging es für den GRÜNEN Bundestagskandidaten im Kreis Böblingen, Tobias B. Bacherle in der letzten Woche vor der Wahl.

Die einleitenden Worte übernahmen Bernd Murschel, MdL und Jonathan Eklund vom Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen, Herrenberg und Gäu, bevor es am Donnerstagabend vor allem um die sozialpolitischen Herausforderungen für junge Menschen in der EU ging. Terry Reintke ist die jüngste der grünen Europaparlamentarier und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion. In einem kurzen Vortrag berichtete sie über aktuelle, europapolitische Themen. „Die Wahl in Deutschland wird in Europa genau beobachtet: Wird es in Deutschland eine Regierung geben, die Stillstand bringt und Europa möglicherweise auch weiter spaltet? Europa braucht dringend mehr Aktivitäten von Seiten der Bundesregierung. In Aachen werden Jodtabletten aus Angst vor einem Unfall in den veralteten, belgischen Atomkraftwerken verteilt. Wir brauchen einen europäischen Atomausstieg und eine Bundesregierung, die den gegenüber Frankreich und Belgien auch vertritt“.  Es brauche eine andere Investitionspolitik mit mehr Investitionen in erneuerbare Energien. Geld müsse endlich dahin, wo es dringend gebraucht werde und nicht ins ‚Big Business‘. Viele junge Menschen seien durch den Brexit aufgewacht. „Ihnen wurde plötzlich klar: Das, was für unsere Generation immer selbstverständlich war, gibt es auf einmal nicht mehr. In Sachen soziale Gerechtigkeit müssen europaweit die Weichen neu gestellt werden. Die Arbeitslosigkeit vor allem für junge Leute liegt in Griechenland, Spanien und Portugal bei rund 50 Prozent, wir müssen mehr in die Schaffung von Arbeitsplätzen investieren , sonst ist das Wasser auf die Mühlen der Anti- Europäer.“ Mit Blick auf die Autokratien in der Türkei und Russland sei es ein wichtiger Part der EU, die Grundrechte der Menschen gegen diese Systeme zu verteidigen. „Die Europäische Union ist nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, wir haben gemeinsame Werte und deshalb ist es wichtig, wer die Bundestagswahl gewinnt.“

Armin Bernsee leitete über zum Thema aus Sicht der GRÜNEN JUGEND:„Wir werden als junge Generation den Klimawandel am längsten erleben und sind am meisten betroffen von Entscheidungen, die jetzt gefällt werden, aber es gibt viel zu wenige junge Abgeordnete im Parlament. Deshalb ist so wichtig, dass sich junge Leute engagieren, das sind auch Herausforderungen für die Partei und deshalb ist es gut, dass Tobias neue Impulse im Wahlkampf setzt“
Die GRÜNE JUGEND fordere mehr Fortschritt beim Klimaschutz und  mehr europaweites Engagement gegen die Jugendarbeitslosigkeit.  Die Diskussion leitete Bacherle mit der Frage ein, was von Seiten der Bundesregierung konkret dagegen getan werden müsse. „Hilfreich sind vor allem Jugendbeschäftigungsinitiativen, das schaffen die Staaten wegen ihrer finanziellen Situation nicht. In Deutschland gibt es Initiativen von Firmen und sehr gute Beispiele, wie positiv so was laufen kann“, so Reintke. Weitere Fragen drehten sich darum, wie Deutschland von Ländern wie Griechenland und Spanien gesehen werde, die Brexit- Verhandlungen und den Kampf gegen die Korruption. Reintke: „Es hat sich insgesamt herauskristallisiert, das Kapital geht nach Westen- die Arbeitsplätze nach Osten, da hilft nur eine sinnvolle, nachhaltige Investitionspolitik. Nicht zu vergessen: von der Korruption profitieren auch große deutsche Unternehmen. Auch gegen die muss vorgegangen werden, deshalb fordern wir eine europäische Staatsanwaltschaft, damit die Schlupflöcher dichtgemacht werden können.“

Aber warum muss der Konsum in dieser Form gelebt werden? war eine weitere Frage zur Handelspolitik. „Wir müssen dahin kommen, dass der Endpreis der Waren auch die soziale und ökologische Realität abbildet. Wir setzen uns für eine EU- Regelung ein, dass bestimmte Produkte, die soziale oder ökologische Schäden anrichten, gar nicht mehr oder nur noch teurer verkauft werden dürfen. Das heißt nicht, dass nur noch ein Shampoo im Regal steht, aber der Preis für das unfairste Produkt muss auch der teuerste sein“, so Bacherle.

Der Stellenwert der GRÜNEN Jugend in der Partei war schließlich der letzte Punkt der angeregten Diskussion: „Wir können uns nicht beschweren, das fünfte Rad am Wagen zu sein“, so das Fazit Bernsees. „Was aber klar ist“, ergänzte Bacherle, „wenn wir über Rente, Familie und Bürgerversicherung sprechen, sind das nicht unbedingt die Themen der jungen Mitglieder. Wir müssen deshalb immer selbstkritisch überlegen, wie erreichen wir die junge Genration. Es reicht da nicht zu sagen, wir haben die Zukunftsthemen, die müssen wir auch rüberbringen“. Bernsees Plädoyer: „Es ist so wichtig, dass sich junge Leute politisch engagieren, zusammenschließen und Anträge einbringen, die dann später auch konkret in den politischen Prozess einfließen. Engagement bedarf Ideen und Erfahrung und dafür brauchen wir Raum, um es ausprobieren zu können.“

 

Mehr Informationen zur Kampagne auch unter www.tbbacherle.eu