Besuch mit Kerstin Andreae MdB im Coworkingspace in Herrenberg

Besuch mit Kerstin Andreae MdB im Coworkingspace in Herrenberg

Kerstin Andreae MdB, Bernd Murschel MdL und Tobias B. Bacherle besuchen Coworkingspace in Herrenberg

Die Baden-Württembergische Spitzenkandidatin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kerstin Andreae kommt am 7. September zur Unterstützung für den bündnisgrünen Bundestagskandidaten Tobias B. Bacherle und ihre Partei nach Herrenberg.
Bacherle, der grüne Landtagsabgeordnete Bernd Murschel und die Freiburger Wirtschaftspolitikerin Andreae werden dort den Coworkingspace von Coworking0711 besuchen und mit Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch kommen. „Gründerinnen und Gründer sind nicht nur für unser Innovationspotenzial wichtig. Ich bin überzeugt, dass in Gründungen auch eine große Chance für den Stuttgarter Speckgürtel und den ländlichen Raum in Baden-Württemberg liegt“, so Bacherle, der als Stadtrat auch im Aufsichtsrat der Sindelfinger Wirtschaftsförderung sitzt.

Mehr Informationen auch unter www.tbbacherle.eu.

Höhepunkte: Vier Veranstaltungen zur heißen Phase

Höhepunkte: Vier Veranstaltungen zur heißen Phase

Vier Veranstaltungen zur heißen Phase
Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle und seine Partei laden in der heißen Phase vor der Bundestagswahl noch einmal zu vier Höhepunkten ein.

Wie schon bei den Auftaktveranstaltungen hat sich Bündnis 90/Die GRÜNEN entschieden, keinen einzelnen Höhepunkt zu veranstalten, sondern vier Veranstaltungen im Kreis verteilt als regionale Höhepunkte.
„Auch hier ist es uns wieder wichtig, den ganzen Kreis abzudecken und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, mit uns ins Gespräch zu kommen“, so der Kandidat Tobias B. Bacherle.
Als Gäste werden dabei die Fraktionsvorsitzende des Europaparlaments Ska Keller MdEP, Theresia Bauer MdL, Winne Hermann MdL und die nordrheinwestfälische Europaabgeordnete Terry Reinke MdEP.

Am 4. September ab 18.00 Uhr wird Theresia Bauer in Leonberg den Auftakt starten. Gemeinsam mit Tobias B. Bacherle wird Bauer im alten, Eltinger Rathaus über die Erfolge der Baden-Württembergischen Landesregierung in der Wissenschaft, aber auch für die Kultur in Baden-Württemberg sprechen.
Bacherle, dem auch die Förderung popkultureller Strukturen am Herzen liegt, setzt damit noch einmal das Thema Kulturpolitik, welches auch in seinen Bewerbungsreden einen wichtigen Platz eingenommen hatte.

Die Fraktionsvorsitzende aus Brüssel in Böblingen

Nachdem es sich bei den Auftaktevents unter anderem mit Omid Nouripour schon um Außenpolitik gedreht hatte, knüpft Bacherle am 8. September daran an. Gemeinsam mit Ska Keller MdEP, der Fraktionsvorsitzenden und Handelspolitischen Sprecherin der GRÜNEN im Europaparlament, möchte Bacherle in der Kongresshalle auch aufzeigen, was sich in der Handelspolitik ändern muss. Vor allem werden Keller und Bacherle aber nochmals über die GRÜNE Idee eines geeinten Europas sprechen.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung, wie auch in Leonberg, von Julian Wirth.

Mit Terry Reinke MdEP, der jüngsten der grünen Europaparlamentarier, wird am 14. September auf dem grünen Sommerfest im Klosterhof das Thema Europa auch wieder eine große Rolle spielen. Unter der Überschrift „Jugend & Europa“ werden Bacherle und Reinke gemeinsam mit den Gästen über die Herausforderungen in Europa und was es für die jüngere Generation bedeutet, in einem grenzenfreien Europa aufgewachsen zu sein, diskutieren.

“Die Mobilitätswende ist eine der wichtigsten Herausforderungen für den Kreis”

Abschließend wird am 15. September Winne Hermann den Wahlkreis besuchen. Unter dem Titel ‚Auf dem richtigen Weg für die Mobilität von morgen‘ laden Bacherle und seine Partei zu einer Verkehrspolitischen Busfahrt durch den Kreis ein. Diese startet um 16.00 Uhr am Sindelfinger Bahnhof und endet um 18.00 Uhr eben dort.
„Die Mobilitätswende ist eine der wichtigsten Herausforderungen für unseren Wahlkreis. Die zukünftigen Märkte fragen nach emissionsneutralem Fahren und neuen Mobilitätskonzepten. Nur wenn wir diese hier entwickeln und produzieren, können wir als Standort so stark bleiben wie bisher“, so Bacherle. „Ich freue mich, dass wir mit Winne Hermann einen so profunden Kenner der Mobilitätsbranche gewinnen konnten“
Die Plätze sind begrenzt, eine kostenfreie Anmeldung ist unter bustour@tbbacherle.eu möglich.

Auch in den kommenden Wochen wird Bacherle wieder in Facebook-Livechats gemeinsam mit Parteifreunden Rede und Antwort stehen. Diese Live-Streams über das soziale Netzwerk Facebook wird Bacherle vorher dort ankündigen. Hier haben Nutzer die Möglichkeit live zu kommentieren und Fragen an die Gäste zu stellen.

Die Veranstaltungen im Überblick:

4. September, 18.00 Uhr, Altes Rathaus Eltingen
Carl-Schmincke-Straße 37, 71229 Leonberg
Auf dem richtigen Weg…
… für Wissenschaft und Kultur mit Theresia Bauer MdL
Musik: Julian Wirth

8. September, 18.00 Uhr, Kongresshalle Böblingen, Württembergsaal
Böblingen
Quo vadis Europa?
Mut zur Veränderung mit Ska Keller MdEP
Musik: Julian Wirth

14. September, Beginn ca 19.30, Klosterhof, Bronngasse 13
Herrenberg, ab 19.00 Uhr Grünes Sommerfest
Jugend & Europa. mit Terry Reinke MdEP
Mit musikalischer Begleitung.
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15. September, 16:00 Uhr, Treffpunkt: S-Bahnhof Sindelfingen.
Auf dem richtigen Weg…
für die Mobilität von morgen mit Winfried Hermann MdL
Bustour, Anmeldung unter bustour@tbbacherle.eu

 

 

Pressemitteilung: Bacherle bei SWR Aktuell

Pressemitteilung: Bacherle bei SWR Aktuell

Tobias B. Bacherle bei SWR Aktuell
SWR Aktuell stellt die jungen Kandidierenden vor. Der Beitrag über Bacherle wird am Donnerstag gesendet.

Die Bundestagswahl rückt näher und auch die Jugend und ihre politische Meinung rückt in den Mittelpunkt. SWR Aktuell porträtiert daher die jungen Kandierenden im Land Baden-Württemberg.
In den Beiträgen sollen die Nachwuchspolitiker und ihre Kernthemen vorgestellt werden.

Auch der Böblinger Bundestagskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde vom SWR im Sindelfinger ‘s Café besucht. In der Bar, in der auch die Fotoausstellung von Erik Marquardt über Afghanistan hängt und Bacherle seinen Sindelfinger Wahlkampfauftakt hatte, filmte das SWR am vergangenen Donnerstag den Beitrag.
Das Team hatte Bacherle einige Materialien an die Hand gegeben, um die drängendsten politischen Themen in Miniatur nachzubauen. Bacherle machte dabei noch einmal deutlich, dass er für mehr globale Gerechtigkeit und die Mobilitätswende streiten wolle, nicht zuletzt um den Standort langfristig zu erhalten.
Das Porträt über den Sindelfinger Stadtrat wird kommende Woche in der Donnerstagausgabe von SWR Aktuell zwischen 19.30 Uhr und 20.00 Uhr gesendet.

 

Foto: Tarek Musleh / www.musleh-fotografie.de

Plakate: Weniger ist mehr

Plakate: Weniger ist mehr

Weniger ist mehr.

Die GRÜNEN im Kreis wollen sich bei Ihrer Wahlkampagne beim Plakatieren zurückhalten.

Die Bundestagswahl rückt näher und damit gibt es für die Parteien auch wieder die Möglichkeit ihre Themen und Kandidierenden zu plakatieren.
Bündnis 90/Die GRÜNEN im Wahlkreis möchten sich dieses Jahr dabei zurückhalten.
„Natürlich werden auch wir mit Plakaten auf die Wahl und unsere Positionen aufmerksam machen. Jedoch sehen wir die Wahlwerbung durch Plakate nur als einen kleinen Teil des Wahlkampfes. Daher möchten wir dieses Jahr einen ressourcenschonenden Ansatz beim Plakatieren verfolgen“, erläutert Tobias B. Bacherle, der Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die GRÜNEN im Wahlkreis Böblingen.
So hat seine Partei aktuell im ganzen Kreis nur etwa 1.200 Plakate an 800 Standorten aufgestellt. Ende August werden weitere 800 Kopfplakate des Kandidaten an 400 Standorten folgen.
„Wir sind überzeugt, dass das ausreicht um auf die Wahl aufmerksam zu machen. Es muss nicht jeder mögliche Standort, jede Laterne vollplakatiert sein“
Anstatt sich an der Plakatschlacht zu beteiligen, wollen die Grünen ihre Ressourcen lieber anders nutzen und werben wie gewohnt an Infoständen, aber auch verstärkt online und mit Veranstaltungen die im Wahlkreis verteilt stattfinden werben. Diese werden neben unter anderem Verkehrsminister Winfried Hermann und die Vorsitzende der grünen Fraktion im Europaparlament Ska Keller in den Kreis holen.

Mehr Infos dazu auch unter www.tbbacherle.eu

Bericht: Sommerfest in Böblingen

Bericht: Sommerfest in Böblingen

Gute Laune beim Sommerfest der Grünen
Mobilität und Luftqualität ist für alle wichtig

Wie gut sich politisches Engagement mit Feierlaune verbinden lässt, zeigte der Ortsverband Böblingen/Schönbuch von Bündnis 90/DIE GRÜNEN erneut am vergangenen Sonntag bei seinem diesjährigen Sommerfest. Dass man mitten im Wahlkampf das Feiern nicht vergessen soll, war dem Team um Sprecherin Claudia Maresch wichtig. Der Ortsverband hatte diesmal die Unterstützung des Kreisverbandes und konnte wieder ein breites Programm anbieten.

Dicht umringt: Die Autos von Electrify BW

Schon von weitem sichtbar waren die von Electrify BW präsentierten Elektrofahrzeuge. Pressesprecherin des Vereins, Jana Höffner beantwortete gemeinsam mit den anderen Elektroauto-Besitzern geduldig und sehr kompetent alle Fragen. „Wie lange hält denn so eine Batterie?“ war eine der am meisten gestellten Fragen. „8 Jahre oder 100.000 km,“ die beeindruckende Antwort. „Und bei Tesla-Modellen hat man sogar unbegrenzte Garantie.“ Die Ladezeit richte sich nach der technischer Ausstattung, die nächste Ladestation zeigt die Software im Fahrzeug an. „Einen Gebrauchten kann man schon ab ca. 8.000 € bekommen,“ weiß ein anderer, „und 10 Jahre lang bezahlt man keine KFZ-Steuer.“

Im politischen Teil war Stadtrat Dr. Stefan Belz im Gespräch mit Matthias Gastel, MdB und bahnpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion und dem Kandidaten für die Bundestagswahl, Tobias B. Bacherle. Beide unterstrichen die Wichtigkeit, neue Mobilitätskonzepte hier zu entwickeln und hier zu produzieren. Den Kreis Böblingen als Automobilstandort zu erhalten, bleibt eine wichtige Aufgabe.

Die Infostände zur Feinstaubmessung in Böblingen und zum Fahrradfahren hatten viel Zulauf. Viele fragten, wann und wo weitere Messgeräte zu bekommen sind, so Tim Göhner, der die vielen Fragen beantwortete. Seit September letzten Jahres ist der 19-jährige Student der Mechatronik bei den Grünen aktiv und freut sich, dass das Thema Nachhaltigkeit bei vielen Besuchern einen so hohen Stellenwert hat.

Stark frequentiert war auch der Stand mit Kaffee und Kuchen. „12 Kuchen wurden gespendet, die wir alle verkauft haben,“ freute sich Stadträtin Dorothea Bauer. Steaks, Rote und Veggie-Burger kamen diesmal vom Bootshaus. Sprecherin Claudia Maresch betonte „Unsere Helfer hatten deshalb viel mehr Zeit für Gespräche und konnten sich intensiver um unsere Infostände kümmern.“

Den musikalischen Rahmen übernahm wieder die Combo des AEG und bekam viel Beifall.

Neben vielen treuen Besuchern, schaute auch der frühere Landwirtschaftsminister Bonde vorbei. Altstadträtin Sigrid Schild, die mit ihrem Mann gekommen war, freute sich an der guten Stimmung und der schönen Atmosphäre und besonders an dem Umtrieb an der Rollenrutsche.

Zahlreiche Kinder konnten davon gar nicht genug bekommen und trugen immer wieder begeistert ihr Sitzbrett zurück, um sich nochmal anzustellen. Was das Besondere daran sei? „Dass man keinen Strom dafür braucht,“ kicherte ein Mädchen.

Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle konnte viele Gespräche führen und ist überzeugt, dass es ein großes Potenzial vor allem bei den noch Unentschlossenen gibt. „Es gibt ein hohes Interesse an grünen Ideen und ich glaube, dass wir bundesweit gute Chancen haben und dritt-stärkste Kraft zumindest in Baden-Württemberg werden.“

 

Bericht: Annemarie Haug/20.08.17

Bericht: „Wir müssen zur wirklichen, sozialen Marktwirtschaft zurückkehren“ – Gerhard Schick MdB in Renningen

Bericht: „Wir müssen zur wirklichen, sozialen Marktwirtschaft zurückkehren“ – Gerhard Schick MdB in Renningen

„Wir müssen zur wirklichen, sozialen Marktwirtschaft zurückkehren“

Gerhard Schick MdB in Renningen zum Thema ‚Grüne Ökonomie – Eine Wirtschaft ohne Wachstum?‘

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick war im Haus am Rankbach beim Böblinger Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle zu Gast. Vor einem vollen Saal, bei dem einige Gäste den Vortrag sogar im stehen lauschen mussten, erklärte der finanzpolitische Sprecher der bündnisgrünen Bundestasgfraktion, warum es neue ökologische  Parameter in der Finanzpolitik und die Rückkehr zu einer wirklichen sozialen Marktwirtschaft braucht.
Der Abend wurde wieder vom Herrenberg Künstler Joris Rose musikalisch umrahmt.

„Es ist ein Trugschluss, dass grüne Politik und Wirtschaft nicht zusammenpassen“, so begrüßte Andrea Menschik vom grünen Ortsverband den finanzpolitischen Sprecher der Fraktion Bündnis 90/die Grünen, Gerhard Schick  in Renningen. Mit dem Thema „Grüne Ökonomie. Eine Wirtschaft ohne Wachstum“ geht die Bundestagswahlkampagne des  Bundestagskandidaten für den Kreis Böblingen, Tobias B. Bacherle und seiner Partei in eine neue Runde. Gerhard Schick ist einer der versiertesten Finanz- und Wirtschaftsexperten von Bündnis 90/Die Grünen und erläuterte sehr eindrucksvoll Schwachstellen der derzeitigen Wirtschaftspolitik. Seine Forderung: wir brauchen neue ökologische  Parameter  und die Rückkehr zu einer wirklichen, sozialen Marktwirtschaft. „Es ist eine der zentralen, politischen Fragen, wie in der Finanz- und Wirtschaftspolitik die Weichen gestellt werden. Die Kernfrage ist die, ob  eine Wirtschaft ohne Wachstum denkbar ist oder ob sie eine Gefahr für unseren Wohlstand bedeutet. Deshalb freue ich mich sehr,  Gerhard Schick  bei uns begrüßen zu können“ so Tobias B. Bacherle in seiner Einleitung.

Schon 1972 habe der Club of Rome sich mit den Grenzen des Wachstums beschäftigt, begann Schick seinen Vortrag und machte klar, dass vor allem eindimensionale Ansätze nicht weiterführten. Die jahrelang immer wieder postulierte, wirtschaftspolitische Forderung nach mehr Wachstum,  könne genauso wenig eine Lösung sein, wie Forderungen nach einem allgemeinen „Degrowth“,  also Wirtschaftsrückgang. Auch die alleinige Steigerung der Effizienz reiche nicht aus: so habe sich seit den 80ger Jahren zwar die Effizienz zum Beispiel von Haushaltsgeräten enorm verbessert, dadurch sei aber nicht der Stromverbrauch gesenkt worden. „Wir werden zwar ökologisch effizienter, wenn wir die Ersparnis aber dafür nutzen, mehr anzuschaffen entwickeln wir uns stattdessen weiter weg von dem Ziel, nachhaltig zu wirtschaften. Nur durch die Verbindung von Effizienz und Verhaltensänderung kann der Rebound Effekt durchbrochen werden.“

Als Indikatoren für die Grenzen des Wachstums führte Schick u.a. das Klima, den Verlust der Artenvielfalt und die Verschmutzung der Atmosphäre an. „Es kann langfristig nicht die Lösung sein, wenn wir ökologische Ziele nur dann einhalten können, wenn die Weltwirtschaft sinkt, die Folgen wären eine höhere Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. Wir stehen also vor einem Dilemma und das heißt, wir müssen über andere Lebensweisen und Verteilungsprozesse nachdenken.“ Ein Ansatz zur Veränderung der Wirtschaftsstruktur wäre die Einführung eines Bonus-Malus Systems. Preise  wären damit auch ökologisch aussagekräftig, sprich ein CO2- emittierendes Kraftwerk würde teurer, der Kauf sauberer Autos über die KFZ- Steuer begünstigt. Das reiche allein aber noch nicht aus. „ Wir müssen aufhören, unseren Wohlstand über das  Bruttoinlandsprodukt zu definieren. „Wir brauchen mehr Sharing-Economy, Autos und Haushaltsgeräte können geteilt werden, das impliziert auch einen neuen Ansatz von Mobilität. Das Bruttoinlandsprodukt allein sage nichts aus, ob es den Menschen gut geht. Politik müsse sich an neuen Parametern orientieren wie dem Jahreswohlstandsbericht, der auch die soziale Dimension von Wachstum impliziere und der zeige, dass ein immer größer werdender Teil der Menschen nicht mehr am Wohlstand partizipiere. „Da reicht es auch nicht bei der CDU zu sagen, uns geht es so gut, wenn nicht gesagt wird, wie der Wohlstand verteilt wird.“

Schicks Forderung: Wir müssen grenzenlosem Wachstum Grenzen setzten,  es müssen wieder Werte generiert und nicht zerstört werden. Und die Priorisierung des Erhalt statt purem Wachstum eines Unternehmens mehr anerkannt werden, wie es bei vielen Mittelständern ja schon sei. Als Beispiel führt Schick hier kleine Bäckereien an, die gegen die Großfirmen keine Chance mehr haben, aber eigentlich auch kein Interesse an Expansionen haben.
Sein Fazit: „Wir müssen aufhören hinter einem Wirtschaftswachstum hinterherzulaufen, das es eh so schon nicht mehr gibt, sondern uns auf alternative Ansätze konzentrieren.“ Das heißt letztendlich der Weg hin zu einer ökologischen,  sozialen Marktwirtschaft und die Weichen dafür jetzt zu stellen.

 

Nächster Termin:
Sonntag, 13. August Sommerfest vom Orts- und Kreisverband,  Ort: Alte TÜV Halle, Böblingen , Beginn: 13:00 Uhr

Mit Tobias B. Bacherle, Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die Grünen sowie

Matthias Gastel MdB, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und bahnpolitischer Sprecher der Fraktion

 

Bericht: Radtour zur fahrradfreundlichsten Kommune BW

Bericht: Radtour zur fahrradfreundlichsten Kommune BW

Radtour: 200 Jahre Fahrrad
Bacherle radelt mit GRÜNEN durch den Kreis

Am Donnerstag, den 27. 7., radelte der grüne Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle zusammen mit dem Grünen AK-Verkehr aus Sindelfingen, ein paar ADFC-Mitglieder und einer Grünen Kreisrätin aus Leonberg von Sindelfingen nach Leonberg und Rutesheim knapp 40km durch den Wahlkreis. Die Radtour stand unter dem Thema „200 Jahre Fahrrad“.

Von Sindelfingen ging’s durch den Wald nach Leonberg.

Zu diesem Thema gab es im Leonberger Stadtmuseum eine kleine und feine Ausstellung. Die Museumsleiterin Kirstin Koch-Konz erklärte mit ihrem fundierten Fachwissen die Geschichte des Fahrrades: Begonnen hat alles vor genau 200 Jahren mit dem Laufrad von Karl von Drais, der sogenannten Draisine. Dies war der Einstieg in die individuelle Mobilität. Die nächste Neuerung war dann ca. 50 Jahre später der Pedalantrieb am Vorderrad. Um einigermaßen zügig voranzukommen musste das Vorderrad vergrößert werden. Entstanden ist das Hochrad. Es erforderte fast schon akrobatische Fähigkeiten, hatte keine Transportmöglichkeit und war dadurch eher eine Freizeitbelustigung der Aristokratie.

Erst gegen 1880 entstand dann das Fahrrad in der heutigen Form mit dem Pedalantrieb in der Mitte und der Kette zum Hinterrad. Dadurch wurde das Rad alltagstauglich, leicht zu fahren und es bot auch Platz zum Warentransport. Durch die Luftbereifung wurde es bequemer und es wurde dann zur Vorjahrhundertwende zum ersten Massentransportmittel.

Es wurde ständig weiterentwickelt (Gangschaltung, bessere Bremsen, Beleuchtung) und war bis zum Wirtschaftswunder in den 50-er und 60-er-Jahren das meistverkaufte Fahrzeug für die individuelle Mobilität.

Motorisierung als erster Dämpfer für das Fahrrad

Mit dem Wirtschaftswunder begann die „Motorisierung für Alle“ und damit der motorisierte Individualverkehr. Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel hatte weitgehend ausgedient und verschwand fast vollständig aus dem Straßenverkehr und wurde dann beim Straßenbau auch nicht mehr berücksichtigt. Nur noch in Städten mit hohem Studentenanteil und/oder flacher Topologie blieb es im Stadtbild erhalten. Erst kurz vor der Jahrtausendwende erlebte es dann eine Renaissance im Freizeitbereich (Mountain-Bike).

Inzwischen wird es aufgrund der ökologischen Vorteile wieder vermehrt im Alltag verwendet und durch die elektrische Pedalunterstützung (E-Bike) werden totpologisch ungünstige Städte (z. B. Stuttgart) für das Fahrrad wieder attraktiv. Die Verkehrswege selbst dagegen blieben meist unverändert in ihrem fahrraduntauglichen Zustand.
„Das ist eine Aufgabe für jede einzelne Kommune“, meint Bacherle zu den kommunalpolitisch aktiven Grünen und nimmt dabei auch Sindelfingen nicht aus: „Ein Fahrradschnellweg ist zum Beispiel klasse. Aber er bringt erst wirklich was, wenn er auch von der Stadt gut angebunden ist.“

Rutesheim ist vorbildlich

In diesem Sinne ging es bei der zweiten Station in Rutesheim mit einem Lichtblick weiter. Rutesheim ist laut ADFC-Klimatest die fahrradfreundlichste Kleinstadt in ganz Baden-Württemberg. „Hier sieht man den politischen Willen ja sofort“, kommentiert Bacherle als sich der Radweg an der Gemarkungsgrenze zwischen Leonberg und Rutesheim von einem holprigen, kleinen Seitenstreifen zu einem circa 2,50 Meter breiten, sauber asphaltieren Weg wandelt.
Im Rathaus erklärte der erste Beigeordnete von Rutesheim, Herr Martin Killinger, der grünen Radeltruppe wie es dazu kam.

Bereits 2002 beschloss der Gemeinderat einstimmig die Kehrtwende in der Verkehrspolitik. Die Begeisterung für das Fahrrad bei Herrn Killinger und in der Verwaltung brachte vieles ins Rollen. Unter ständiger Bürgerbeteiligung wurden Verkehrskonzepte entwickelt. Bei Bürgerfesten wurde das Thema „Fahrrad“ und „Verkehrsberuhigung“ engagiert präsentiert und dafür geworben.

So hat heute Rutesheim flächendeckend Tempo 30, in einigen Straßen sogar Tempo 20, und dies wird vom Großteil der Bevölkerung akzeptiert und unterstützt. Die ehemaligen Durchgangstraßen wurden zurückgebaut und erhielten an schwierigen Stellen Schutzstreifen für Radfahrer. Ansonsten ist durch das Tempo 30 gar kein Radweg mehr nötig. Das Ergebnis ist eindeutig und überzeugend: „In Rutesheim macht das Radeln Spaß!“, resümiert der Sindelfinger Stadtrat Helmut Hoffmann.
„Und es macht Mut zu sehen, was möglich ist wenn der Wille da ist“, lobt Bacherle im Gespräch mit Killinger die Bemühungen der Stadt Rutesheim.

Bikesafe als Zukunftsmodell

Im Anschluss besuchte die Radelgruppe gemeinsam mit Herrn Killinger den neuen Bikesafe-Turm am Rutesheimer Schulzentrum. Hier können auf minimaler Grundfläche (Durchmesser 7 m) auf fünf Stockwerken automatisch bis zu 122 Räder sicher und bisher auch kostenlos abgestellt werden.
„Gutes Fahrradfahren braucht Platz, aber solche Technik zeigt, dass es dafür eben auch intelligente Lösungen geben kann“, kommentiert Bacherle.

Zum Abschluss der Radtour gab es für die grünen Radler noch eine Pause mit Stärkung in Renningen in der Sessler Mühle, bevor es die letzten Kilometer wieder zurück nach Sindelfingen ging.

Bericht: Afghanistan und die Flucht nach Europa

Bericht: Afghanistan und die Flucht nach Europa

Afghanistan und die Flucht nach Europa

Erik Marquardt und Tobias B. Bacherle eröffnen Fotoausstellung zu den Fluchtrouten

Fotojournalist Erik Marquardt hat im Sindelfinger s‘ Cafe mit einem Vortrag seine eindrucksvolle Foto Ausstellung Afghanistan-Hoffnung, Flucht und Vertreibung eröffnet. Marquardt ist Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen und war in den letzten Jahren immer wieder auf Fluchtrouten unterwegs. Mit seinen bewegenden Bildern gibt er authentische Einblicke in die Situation vor Ort: in diesem Jahr war er auf seinen Reportagen unterwegs in Afghanistan und begleitete NGOs auf dem Mittelmeer.
Die Ausstellungseröffnung war das letzte der Auftaktevents zur Bundestagswahlkampagne der Grünen im Kreis: In den letzten Wochen waren unter anderem der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour und Agniezka Brugger, Grüne Obfrau im Verteidigungsausschuss zu Gast beim Böblinger Bundestagskandidaten Tobias B. Bacherle und seiner Partei.

Mit seiner Fotoausstellung gewährt Marquardt einen dramatischen Blick auf die Situation der Menschen, die in Booten und zu Fuß über die Balkanroute auf der der Flucht sind. „Eindrucksvoll zeigen seine Bilder, was für dramatische Szenen sich auf den Booten und Fluchtrouten abspielen“, kündigt Bacherle seinen Berliner Gast an und verspricht damit nicht zu viel.
Marquardt: „ Umso perfider ist die aktuelle Diffamierungskampagne der Bundesregierung und von Herrn de Maiziere und sein Vorwurf, die NGOs würden den Schlepper in die Hände arbeiten. Dahinter steckt ganz einfach der Gedanke, wenn die Hilfsorganisationen die Menschen nicht retten, dann machen sich in Zukunft auch weniger auf den gefährlichen Weg. Ertrunkene Flüchtlinge sollen hier ganz gezielt zur Abschreckung dienen. 2.400 haben allein schon in diesem Jahr die Überfahrt nicht überlebt und das, was auf dem Wasser stattfindet, ist eindeutig Seenotrettung“. Was klar sein müsse: Für diese Menschen gebe es einfach keinen Weg zurück. Wenn sie das Meer erreichten, hätten sie bereits die Sahara durchquert und wochen- und monatelang die menschenunwürdigen Bedingungen in libyschen Lagern ertragen müssen.

Dramatische Bilder brachte Marquardt auch von seinen Reportagen von der Balkanroute mit. Anklagend und aufwühlend sind seine Bilder aus dem später abgebrannten, griechischen Hotspot Cap Moria auf Lesbos wie das Foto eines ausrangierten, großen Kühlschranks, in dem sich völlig durchnässte und unterkühlte Menschen versuchten aufzuwärmen. „Es ist unvorstellbar, wie unmenschlich die Zustände hier waren. Niemand hat sich für diese Menschen interessiert, keine Regierung hat sich engagiert“

Eindrucksvoll auch seine Bilder aus Afghanistan und Kabul. Die Situation für die Menschen, so Marquardt habe sich verschlechtert, große Teile des Landes seien wieder unter der Kontrolle der Taliban, auch das UNHCR bestätige, dass es in Afghanistan keine sicheren Regionen gäbe. „Mehr als widersprüchlich ist es da, wenn Botschaftsangehörige wegen der Sicherheitslage sich nicht mehr trauen die Botschaft zu verlassen, aber afghanische Flüchtlinge in ein vermeintlich sicheres Heimatland abgeschoben werden. Auf das Konto des IS gingen 2016 zehnmal so viele Tote wie im Jahr zuvor. Die Einschätzung des Innenministers, das sind Opfer aber keine Ziele, ist so einfach nicht haltbar“.

Im Anschluss an den Vortrag diskutieren Bacherle und Marquardt noch mit den 50 Besucherinnen und Besuchern. Dabei machte Bacherle auch noch einmal deutlich, dass es langfristig eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Handelspolitik brauche. Um Fluchtursachen langfristig zu bekämpfen müssten auch ökologische und soziale Standards und Werte in die Handelspolitik einbezogen werden.

Die Ausstellung im Sindelfinger ‘s Café ist sechs Wochen bis Ende August zu sehen

 

Bericht: „Wir brauchen eine deutliche Linie“

Bericht: „Wir brauchen eine deutliche Linie“

„Wir brauchen eine deutliche Linie“

Im Rahmen der Auftakt-Events zur Wahlkampfkampagne von Bündnis90/Die Grünen war der Journalist Jakob Wilke–Yilmaz am Montag zu Gast bei Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle in Leonberg. Thema des Abends: „Der besiegte Sieger-wohin steuert die Türkei?“ Mit dem Vortrag setzten die Bündnisgrünen ihre Veranstaltungen mit außenpolitischen Schwerpunkten fort.

Der Journalist und Türkei-Experte Wilke hat lange Zeit in der Türkei gelebt und berichtet regelmäßig in internationalen Kulturmagazinen und online Portalen über die aktuellen Entwicklungen. Tagtäglich müssen wir feststellen, wie sehr sich die Türkei von Europa entfernt. Jüngster Höhepunkt: die Verhaftung deutscher Menschenrechtler.

Jakob Wilke begann seinen Vortrag mit dem Putschversuch am 15. Juli 2016, den er als Augenzeuge in Istanbul erlebt hat: Er habe den Tag noch gut im Gedächtnis, die ersten Nachrichten über einen möglichen, bevorstehenden Militärputsch erhielt er in Istanbul via Twitter während er im Teehaus saß. Die Folgen dieser Nacht sind bekannt: mehr als 250 Tote und 3.000 Verletze, das knappe Referendum und die Entwicklung der Türkei zu einem autokratischen Staat mit den bekannten Säuberungswellen durch Entlassungen. Was sich genau an diesem Abend des 15. Juli in Istanbul ereignet hat, weise weiterhin viele Ungereimtheiten auf: Warum wurde zwar das staatliche Fernsehen von den Putschisten besetzt, aber nicht die privaten Sender, wie agierte der türkische Geheimdienstchef und wie ist die Rolle der Gülen-Bewegung?

Wilke zeichnet in seinem Vortrag ein äußerst vielschichtiges und komplexes Bild über den aktuellen Zustand der Türkei: Den Prozess der Machtkonsolidierung, begleitet von Säuberungs- und Entlassungswellen vergleicht er mit einer Zwiebel, die gehäutet wird und sich mehr und mehr auf ihren Kern reduziert. Eine entscheidende Rolle auf dem weiteren Weg der Türkei komme der Opposition zu. Zwar habe der von der republikanischen Volkspartei CHP initiierte Gerechtigkeitsmarsch im Juni und Juli wieder Hoffnung aufkommen lassen. Die Opposition in der Türkei ziehe aber, um schlagkräftig zu sein, zu wenig an einem Strang. „Es gibt keinen einheitlichen Konsens für effektive Oppositionsarbeit, da reicht nicht die Freude über einen gemeinsamen Marsch, hier braucht es mehr Zusammenarbeit und Ausdauer“, so Wilke.

Im Anschluss ergaben sich im Gespräch mit Tobias B. Bacherle und den Zuhörern jede Menge Fragen, wie mit den aktuellen Problemen umzugehen sei. Zum Beispiel mit der Besuchsverweigerung deutscher Parlamentarier und der Androhung Erdogans, in der Türkei die Todesstrafe wiedereinzuführen.

„Es muss in diesen Punkten gegenüber der Türkei eine deutliche Linie gefahren werden, vor allem wenn deutsche Bürger von Repressalien betroffen sind“, verdeutlichte Bacherle die Standpunkte der grünen Türkeipolitik. Langfristig sei es wichtig, Verbündete vor Ort zu suchen und gezielt demokratische Gruppen im Land zu unterstützen. „Und nicht zuletzt tun wir gut daran eigene Imame auszubilden, wir brauchen langfristig eine islamische Theologie, die sich gegen Einflüsse wehren kann. Hier ist es der falsche Weg im Ausland Imame ausbilden zu lassen und deren Arbeit dann aus dem Ausland finanzieren zu lassen.“

 

„Wir müssen dicke und dünne Bretter bohren“ – Omid Nouripour MdB in Herrenberg

„Wir müssen dicke und dünne Bretter bohren“ – Omid Nouripour MdB in Herrenberg

„Wir müssen dicke und dünne Bretter bohren“

Der grüne Außenpolitiker Omid Nouripour war Gast beim Herrenberger Auftakt von Bacherles Bundestagswahlkampagne.

Mit dem außenpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Omid Nouripour haben  am Mittwoch Bündnis90/Die Grünen im Kreis Böblingen ihre Veranstaltungsreihe zur Bundestagswahl fortgesetzt. Zusammen mit dem grünen Bundestagskandidaten für den Kreis Böblingen, Tobias B. Bacherle stellte Nouripour Forderungen einer grünen Außenpolitik vor und beleuchtete Lösungsansätze. Musikalischer Gast war der Herrenberger Künstler Joris Rose.

Den rund 50 Zuhörern gab der außenpolitische Experte, der als Bundestagsabgeordneter selbst  vom sogenannten Muslim-Bann des amerikanischen Präsidenten betroffen war, einen fundierten Abriss über die aktuellen Krisenherde insbesondere im Nahen Osten.
Für Syrien betonte Nouripour in der Zeit nach Assad die Wichtigkeit eines nationalen Weges der Aussöhnung. „Wenn das nicht passiert, ist der nächste Konflikt bereits vorprogrammiert“. Daneben müsse humanitäre Hilfe gewährleistet werden, Nachbarstaaten stabilisiert und der Libanon dürfe bei der Unterbringung der Tausenden von Flüchtlingen nicht alleine gelassen werden.  Doch daneben bleibe die langfristige Bekämpfung von Fluchtursachen und da müsse ein dünnes und ein dickes Brett gebohrt werden: „Es wird höchste Zeit, dass in Deutschland die Rüstungsexportrichtlinien eingehalten werden, wir Grünen fordern ein klares Rüstungsexportgesetz. Das sollte eigentlich schnell möglich sein“, so Nouripour vorwurfsvoll in Hinsicht auf die aktuellen Entscheidungen in Fragen der Rüstungsexporte.

Auf der anderen Seite richtet die europäische Handelspolitik oftmals in der Ferne lokale Märkte zugrunde. Ein solcher Kreislauf sei Beispielsweise an in Teilen der Fleischproduktion zu beobachten: das Abholzen des Regenwaldes, den Anbau von Genmais und durch die EU subventioniertes und dann exportiertes Hühnerfleisch werde in weiten Teilen Afrikas die Landwirtschaft und lokale Märkte zerstört, Menschen müssten so auch weiterhin ihre Heimat verlassen und würden zu Flüchtlingen.

Dennoch sei, so Nouripour, die Welt nicht aus den Fugen geraten.  Die Lösung auf die Fragen könne nur ein Europa geben, das sich wieder seiner Stärken besinnt und zurückfindet zu einer werteorientierten Außenpolitik. Und da sei er optimistisch. Immerhin gäbe es auch großartige Erfolge wie den Wahlsieg Macrons gegen die französischen Populisten. Und mit Blick  auf die Bundestagswahl:  „Bitte sagt allen Nichtwählern: Nutzt Euer Wahlrecht, es gibt in der Welt Menschen, die für das Recht zu wählen sterben“

Und getreu dem grünen Motto ‚Global denken und lokal handeln‘ bedankt sich Nouripour noch beim grünen Kreisverband. „Für die Einladung und dafür, dass Ihr Tobias B. Bacherle aufgestellt habt. Auch wenn wir uns über Musik meistens nur streiten, kann ich getrost sagen, Ihr habt einen Kandidaten, der nicht nur interessiert ist, sondern der auch noch Ahnung von der Sache hat“

Nouripour und Bacherle hatten vor der Veranstaltung bereits in einem Facebook-Livestream über den Wahlkreis, die Situation im Jemen und die Entwicklungen um den Iran diskutiert, sowie in einem aufgezeichneten Gespräch für YouTube breiter über die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten gesprochen. Auch in der anschließenden Diskussion konnte Bacherle mit fundiertem Fachwissen punkten.

Ganz vorne bei der anschließenden Diskussion stand die Frage: Wie lässt es sich vermeiden, dass Menschen sich überhaupt auf die Flucht begeben müssen?
„Es können nicht weiter praktisch blind Waffen geliefert werden, Hilfszahlungen an den UNHCR gekürzt und die Landwirtschaften in den Ländern zerstört werden“, so Tobias B. Bacherle. „Dann zu überlegen, wie wir möglichst hohe Mauern bauen können,  damit diese Menschen nicht zu uns kommen können, das ist nicht der richtige Weg. Wir wollen vor Ort lokale Strukturen stärken, aber nicht mit autoritären Systemen zusammenarbeiten oder Militärdiktaturen unterstützen. Und wir haben auch eine handelspolitische Verantwortung. Wir müssen den Menschen in Ihrer Heimat wieder Perspektiven geben!“