Mehr als 250 Menschen für die Seenotrettung

Mehr als 250 Menschen für die Seenotrettung

Die Seebrücke in Sindelfingen war ein starkes Zeichen für die Menschlichkeit

Nachdem ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik zur Seebrücke nach Sindelfingen aufgerufen hatte, kamen vergangenen Samstag mehr als 250 Menschen und haben mit uns gemeinsam für eine humanitäre Flüchtlingspolitik und vor allem für die Seenotrettung im Mittelmeer demonstriert.

Auch die Presse hat unseren Demoaufzug und die Kundgebungen begleitet und berichtet:

“So tötet Europa Menschen” – Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, 29. Juli

Mehrere hundert Menschen haben unter dem Motto “Seebrücke schafft sichere Häfen” für Solidarität mit den Nichtregierungsorganisationen demonstriert, die im Mittelmeer Geflüchtete vor dem Ertrinken retten.

Den ganzen Artikel der SZ/BZ findet Ihr unter https://www.bbheute.de/nachrichten/so-toetet-europa-menschen-29-7-2018/

Demo: “Menschen ertrinken zu lassen, ist unerträglich” – Kreiszeitung Böblinger Bote, 29. Juli 2018

Mehr als 250 Menschen demonstrieren in Sindelfingen für die Seenotrettung im Mittelmeer
Nachdem bundesweit in den letzten Wochen bereits weit über 30 000 Menschen unter dem Motto “Seebrücke – für sichere Häfen in Europa” gegen die Abschottungspolitik und das Ertrinken von Flüchtlingen im Mittelmeer protestiert haben, sind am Samstag auch in Sindelfingen gut 250 Menschen auf die Straße gegangen.

Den ganzen Artikel der Kreiszeitung findet Ihr unter https://www.krzbb.de/krz_152_111566621-13-_Menschen-ertrinken-zu-lassen-ist-unertraeglich.html

 

Demo für Seenotrettung – Stuttgarter Zeitung, 

 

 

 

 

 

Video:

Steffen Braun war auch bei der Demo dabei und hat ein Video mit Impressionen gebastelt. Alle Videos der Demo findet Ihr hier:

Noch einmal vielen Dank an alle, die mitmobilisiert, mitgeholfen, fotografiert, gefilmt oder untersützt haben.
Wenn Ihr weiter aktiv bleiben wollt, dann meldet Euch gerne.

 

 

Seebrücke – Breites Bündnis ruft zur Demo in Sindelfingen auf

Seebrücke – Breites Bündnis ruft zur Demo in Sindelfingen auf

Breites Bündnis ruft zur Teilnahme an der Demonstration zur Seebrücke in Sindelfingen auf

Nachdem Bundesweit in den letzten Wochen bereits weit über 30.000 Menschen unter dem Motto Seebrücke – für sichere Häfen in Europa gegen die Abschottungspolitik und das Ertrinken im Mittelmeer protestiert haben, haben wir auch in Sindelfingen eine Demonstration für den 28. Juli angemeldet.
Treffpunkt ist 11.00 Uhr auf dem Marktplatz, die Abschlusskundgebung wird auf dem Planiedreieck stattfinden und voraussichtlich um 13.00 Uhr vorbei sein, sodass die S-Bahn rechtzeitig erreicht wird um zum CSD in Stuttgart zu kommen.
Als Gäste werden Friedhold Ulonska von der Mission-Lifeline und Klaus Stramm von Sea Watch sprechen. Beide waren als Kapitäne auf dem Mittelmeer auf Seenotrettungsmissionen im Einsatz.
Musikalisch wird die Veranstaltung von Joris Rose begleitet
Ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik ruft jetzt zur Teilnahme an der Demonstration auf.

Hier findet Ihr die Demonstration auf Facebook: https://www.facebook.com/events/921150851422372/

Hier findet Ihr den Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration und die Untersützenden:

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Statt die Grenzen dicht zu machen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen

Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

In den letzten und auch kommenden Wochen gab und gibt es schon unzählige Proteste, die dringend nötig sind, um die Stimme der Humanität hörbar zu machen. Auch hier in Sindelfingen wollen wir eine laute & bunte Veranstaltung, um die Forderungen zu untermalen. Kommt alle, bringt noch Leute mit, malt Schilder oder zieht euch orangene Westen an, eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Zur Teilnahme an der Seebrücken-Demonstration rufen auf:

Arbeitskreis Asyl Sindelfingen
Junger Arbeitskreis Asyl Sindelfingen
Ver.di Ortsverein Böblingen/Sindelfingen
DGB Kreisverband Böblingen
Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg DEAB e.V.
Interchange e.V.
KjG St. Maria Sindelfingen
Bündnis 90/Die GRÜNEN Kreisverband Böblingen
Bündnis 90/Die GRÜNEN Ortsverband Sindelfingen
Die LINKE Kreisverband Böblingen
GRÜNE JUGEND im Kreis Böblingen
GRÜNE JUGEND Landesverband Baden-Württemberg
Jusos Kreisverband Böblingen

Die zur Pressemitteilung als Download.

Gemeinderat 20. März – Pressestatements & Anfrage

Gemeinderat 20. März – Pressestatements & Anfrage

Zur kontroversen Gemeinderatssitzung am 20. März haben wir, die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN im Gemeinderat Sindelfingen, zwei Pressestatements veröffentlicht.
Außerdem findet Ihr, wenn Ihr hier klickt die Antwort auf meine Anfrage zu den Nutzungszahlen der Sindelfingen App (hier zur Anfrage).

Unechte Teilortswahl

Das Pressestatement von Fraktion und Helmut Hofmann zur ablehnenden Haltung der Verwaltung und einiger Fraktionen zur Informationsveranstaltung über die unechte Teilortswahl und die Chancen einer Abschaffung, findet Ihr, wenn Ihr hier klickt.
Hierbei möchte ich noch ergänzend das Vorgehen kritisieren: Auf den Antrag, eine Infoveranstaltung durchzuführen, eine Sitzungsvorlage vorzulegen, die vorschlägt keine Infoveranstaltung zu machen, erscheint mir ein komisches Vorgehen. Die Verwaltung hätte nicht nur die Möglichkeit gehabt, dem Gemeinderat zu raten, den Antrag abzulehnen, sondern hätte mit Änderungsanträgen auch versuchen können, die Informationsveranstaltung auch um weitere Gäste zu ergänzen. Gleiches gilt natürlich auch für die anderen Fraktionen, denen die vorgeschlagenen Gäste zu sehr voreingenommen waren.

Domo Novo / Bürger- & Kulturzentrum

Mein Pressestatement zum Vorschlag der Verwaltung, den Standort für ein Kultur- und Bürgerzentrum nicht mehr weiter zu verfolgen, findet Ihr, wenn Ihr hier klickt.
Unberücksichtigt ist bei der Kritik an der Schlussfolgerung der Stadverwaltung den Standort Domo aufgeben zu wollen, dass die im Gemeinderat Sindelfingen vorgestellte Voruntersuchung am 30. März 2017 beschlossen wurde, laut Verwaltung am 11. April 2017 in Auftrag gegeben wurde und erst 11 Monate später dem Gemeinderat und der Lenkungsgruppe vorgestellt wurde. Das ist für ein Gutachten in diesem Umfang eine erstaunlich lange Zeit.

Digitalisierungs Agentur – Fraktions PM

Digitalisierungs Agentur – Fraktions PM

Am Mittwoch diskutiert der Verwaltungsausschuss die Schaffung eines neuen Amts, das für Digitalisierung zuständig sein soll.
Uns ist das zu kurz gegriffen, das hatten wir schon angemerkt, als die Sitzungsvorlage viel zu kurzfrisitig im Dezember beschlossen werden sollte und daher vertagt wurde. Nachdem die Verwaltung uns gestern eine Gegenüberstellung der beiden Möglichkeiten (Amt oder städtische Tochter) vorgelegt haben, haben wir uns als Fraktion noch einmal klar für eine stadteigene Agentur entschieden und eine entsprechende Pressemitteilung verschickt (s. unten).

Für uns soll diese Digitalisierungs Agentur den Schnittpunkt zwischen Verwaltung und Stadtgesellschaft sein. Denn Digitalisierung ist mehr als ein städtisches Infrastrukturprojekt oder eine Struktur-Debatte für die Verwaltung.
Ich bin überzeugt, dass eine Beratung der Verwaltung auch von außerhalb des Rathauses gut funktionieren kann. Darüber hinaus glaube ich, dass sich in einer Agentur-Struktur eine kreativere Arbeitsstrukturen etablieren kann und auch der gesamtgesellschaftliche Aspekt besser im Blick behalten wird, sowie die Umsetzung der Sindelfinger Digitalen Agenda besser in die Stadtgesellschaft tragen kann.

Pressemitteilung Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN:

Grüne Fraktion favorisiert eine Agentur

Nachdem die Stadtverwaltung am Montag den Fraktionen eine Gegenüberstellung eines Amts für Digitalisierung und einer möglichen städtischen Tochter vorgelegt hat, bleibt die GRÜNE Gemeinderatsfraktion bei ihrer bereits im Dezember geäußerten Meinung. Eine Agentur, die als städtische Tochter gegründet wird und die Stadt bei Fragen der Digitalisierung berät und begleitet wird von den Bündnisgrünen favorisiert.
„Wir sind überzeugt, dass eine Beratung der Verwaltung von außerhalb des Rathauses besser funktionieren kann“, so Stadtrat Tobias B. Bacherle „Vor allem möchten wir das zu bildende Team aber nicht durch Verwaltungsstrukturen einengen, sondern einen offenen Rahmen für eine Start-Up ähnliche Arbeitsstruktur schaffen“
Der Gemeinderat hatte auf seiner Klausurtagung im vergangenen Oktober Möglichkeiten der Digitalisierung in Sindelfingen beraten und Ende letzten Jahres eine Digitale Agenda beschlossen. „Wenn wir diese Ergebnisse umfassend umsetzen wollen, dann bedeutet das, dass es um die Digitalisierung vieler Facetten des Stadtlebens gehen muss und nicht nur um die Verwaltung“, plädiert auch die Stadträtin Simone Müller-Roth für eine Lösung, die außerhalb der Verwaltung angesiedelt ist.
Der Verwaltungsausschuss stimmt am Mittwoch über die Schaffung eines Amts für Digitalisierung ab. Der Gemeinderat entscheidet am 20. Februar.

 

 

Falls Sie und Ihr Euch fragt, was wir uns vorstellen, welche Aufgaben diese Agentur wahrnehmen soll, gibt es hier einen Aufschlag, der ursprünglich als Diskussionsgrundlage und für den internen Gebrauch vorgesehen war.

Offener Brief: CarSharing ist ein wichtiger Teil für nachhaltige Mobilität

Offener Brief: CarSharing ist ein wichtiger Teil für nachhaltige Mobilität

Car2Go zieht sich aus den Sindelfinger Randgebieten zurück. Nachdem wir GRÜNE uns eher eine Ausweitung des Geschäftsgebiets erhofft hätten und Car2Go Kundenprotest vermisst, möchte ich mich mit diesem offenen Brief an Car2Go wenden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Monaten hatte das Wort Mobilitätsmix für mich immer eine besondere Bedeutung. Es war das Wort, mit dem ich den Leuten erklären wollte, dass eine nachhaltige Mobilität mehr ist als nur E-Autos. Dass wir uns nur dann nachhaltiger voran bewegen können, wenn der ÖPNV günstiger wird, und auch ausgebaut wird, wenn wir mehr und bessere Fahrradwege haben, es mehr Spaß macht zu Fuß zu gehen, und vor allem nicht jeder mehr ein eigenes Auto brauche – auch dann, wenn für Besorgungsfahrten ab und zu eines notwendig ist.

Das Thema der neuen, vernetzen und nachhaltigeren Mobilität brennt uns so sehr unter den Nägeln, dass wir auch als GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg uns intensiv mit dem Thema beschäftigen und im November zum Mobilitätsgipfel nach Mannheim einladen.
Immer geht es dabei auch darum, wie eben die Lücken geschlossen werden können, die ÖPNV, Fahrrad und Zufußgehen nicht schließen können. Und immer wieder hat CarSharing mit Floating-Flotten dabei eine Vorbildfunktion. Und besonders schön war dabei dann erzählen zu können, dass es das in Sindelfingen schon gibt.

Leider hat Car2Go jetzt die Rolle rückwärts angekündigt: Das Angebot wird unter anderem in Sindelfingen und Böblingen, sowie in den Stuttgartern Randgebieten massiv eingeschränkt und verteuert.

Nachdem wir in der Bundestagswahl monatelang darüber debattiert haben und parteiübergreifende Einigkeit herrschte, dass sich Mobilität in Zukunft verändern wird und auch soll und wir dabei immer wieder erfreut auf Car2Go geblickt haben, kann ich nur sagen: Diese Entwicklung ist für nachhaltige Mobilität die Falsche.

Car2Go behauptete, dass es bisher keine Beschwerden gegeben hat. Das ist der Punkt an dem sich der Anbieter Kritik gefallen lassen muss: Das keinen Tag nach der Veröffentlichung der Änderungen der Presse so zu sagen, lässt keinerlei Reaktionszeit.
Das ist ärgerlich, denn sicherlich wird es mehreren Kunden so wie mir gehen: Durch die anstehenden Änderungen, insbesondere die beschnittenen Geschäftsgebiete fällt ein Mobilitätsangebot weg. Und damit die Betroffenen auch als Kunde für Car2Go.
Denn auch wenn Car2Go die Änderungen mit einer Verbesserung in der Stuttgarter Innenstadt begründet, so sind es nicht nur die Extragebühren für die Randlagen, sondern auch die Verkleinerung des Geschäftsgebiets, die die Nutzung unattraktiver machen – in meinem Fall sogar weitesgehend sinnlos.
Es mag sein, dass der Betrieb kaum wirtschaftlich ist. Aber ein CarSharingsystem, das auch in Wohngebieten und Randlagen zur Verfügung steht, sollte als wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft gelten.

Daher wirft die Verschlechterung auch politische Fragen auf:
Zum einen erklärt Car2Go den Rückzug mit zu hohen Rückführungskosten der Autos von den Randgebieten nach Stuttgart. Mit anderen Worten in den Randlagen war die Auslastung (noch) nicht hoch genug und nicht oft genug in die Stadt hinein.
Das drängt die Frage, ob es daneben genug Unterstützung gab, also ob zum Beispiel Ladeinfrastruktur fehlte oder die Park-Abkommen unlukrativ waren, zunächst in den Hintergrund.
Es bleibt also die Frage, wie eine Kommune Mobilitätskonzepte neben kooperativem Verhalten, noch steuern kann:
Gibt es Möglichkeiten als öffentliche Hand Einfluss auf das Angebot von Floating-Systemen zu nehmen? Schließlich wird auch der Busbetrieb und andere öffentliche Transportmittel von städtischer Seite oft bezuschusst oder gar ganz bezahlt.

Das gilt es bald zu klären. Denn für eine gute Mobilitätspolitik ist CarSharing ein wichtiger Baustein – egal ob dies am Ende von einem großen, kommerziellen Anbieter, von Vereinen oder in anderen Modellen betrieben wird.
Schade, dass Car2Go zumindest für Sindelfingen und Böblingen diese Lücke nicht mehr füllen wird.

Viele Grüße,

Tobias B. Bacherle

 

 

 

Bericht: Verkehrspolitische Bustour mit Winne Hermann MdL

Bericht: Verkehrspolitische Bustour mit Winne Hermann MdL

Verkehrspolitische Bustour mit Winne Hermann, MdL:
„Wir sollten den Klimawandel an die Deutsche Bahn abgeben“
Gelungenes, letztes Wahlkampf-Event mit Winne Hermann. Auf Einladung von Tobias B. Bacherle, Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die GRÜNEN im Wahlkreis Böblingen ging es am Freitag per Bus quer durch Sindelfingen und Böblingen.  Infos zu den ausgewählten Stätten nachhaltiger Mobilität gab es von den beiden Landtagsabgeordneten Winne Hermann und Thekla Walker.

Los ging es in einem waschechten Baden-Württemberger Bus aus dem Jahr 1986. „Der Bus zumindest ist durch sein Baujahr über jegliche Abgas-Manipulation erhaben“, so die launige Begrüßung von Heiko Focken vom GRÜNEN Ortsverband Sindelfingen. „Die Mobilitätswende ist eine der wichtigsten Herausforderungen für unseren Wahlkreis, das haben mir auch die vielen Podiumsdiskussionen der letzten Tage gezeigt. Und da steckt viel mehr dahinter als nur das E-Auto. Für das Programm ‚Schiene vor Straße‘ brauchen wir die Unterstützung vom Bund und wir hoffen nach der Wahl einen Bundesverkehrsminister zu bekommen, der uns hier auch unterstützt“, leitete Bacherle das Thema ein.

Erster Stopp an der Baustelle für das Bahnbetriebswerk der Schönbuchbahn, die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Böblingen und Dettenhausen ist derzeit eines der größten Bahn-Projekte im Kreis Böblingen. Hermann: „Im Moment wird viel über die Elektrifizierung des Autos gesprochen, was dabei vergessen wird: Hier in Baden- Württemberg sind ein Drittel aller Schienenstrecken noch gar nicht elektrifiziert. Die Schönbuchbahn ist das erste Projekt unserer Initiative“. Aber es gehe nicht nur um Antriebe, für eine Verkehrswende brauche es neue Gesamtkonzepte, ohne die Weiterführung der Energiewende sei das nicht zu stemmen. „Was wir brauchen ist ein anderer Mobilitätsmix: Weniger Auto, mehr Rad und Bahn und ein besserer ÖPNV.“ Die 37,5 Millionen für die neue Schönbuchbahn seien gut investiertes Geld, bis Ende des nächsten Jahres soll sei dann im 15 Minuten-Takt Holzgerlingen und Böblingen verbinden. „Die Bahn trägt dann dazu bei, dass mehr Menschen elektromobil unterwegs sein werden als mit einem eigenen E-Auto“, so Hermann.

Nächster Halt dann an der Baustelle für die neue Bahnunterführung Herrenberger Straße, wegen der besseren Vertaktung wird es hier keine Bahnschranke geben. Auf die Frage, wann es eine Viertelstundentaktung zum Beispiel der S 6 nach Leonberg gäbe, versprach Hermann „Es wird mehr Geld geben, um das zu finanzieren. Aber wenn wir eine bessere Mobilität wollen, brauchen wir in Zukunft auch mehr Mittel vom Bund. Wir kriegen die Leute nur zum Umsteigen in die Bahn, wenn Bahnfahren zuverlässiger, pünktlicher, sauberer und sicherer wird“
Weitere Diskussionspunkte waren die hohen Ticket Preise und Unübersichtlichkeit über die vielen, verschiedenen Verkehrsverbünde. „Genau 23, das ist in anderen Bundesländern anders“, so die Antwort Hermanns. „Zonenwaben und Automaten sind Abschreckung für den ÖPNV. In den nächsten Wochen planen wir die Gründung einer Landestarifgesellschaft. Damit wollen wir ein neues Vertriebssystem und modernes Ticketing auf den Weg bringen“.

Weiter ging’s mit einem Dauerbrenner: der fehlende Lückenschluss zwischen der B 295 und B 464 in Höhe Renningen und die Querelen mit der Stadtverwaltung.  Hermann konterte, die Schuld für die Verzögerungen gehe auf die Kappe des Renninger Bügermeisters. „Je breiter der Lückenschluss gebaut wird, desto mehr Fläche wird verbraucht und desto fetter muss dann auch die Straße sein, das zieht noch mehr Verkehr nach sich“, so Hermanns Kritik an den ursprünglichen Planungen. Die beiden Kreiselverkehre zusammen mit der neuen Einfädelung auf die B 295 hätten sich als belastungsfähig erwiesen. „Wir setzen die Priorität jetzt erst einmal auf die Deckelung der A 81, das muss Step by Step erfolgen, sonst droht der Kollaps“

Zurück in Sindelfingen stellte die GRÜNEN-Regional- und Stadträtin Sabine Kober die Ausbau-Pläne des Bahnhofs zum neuen Mobilitätspunkt vor: Probleme gäbe es derzeit vor allem mit dem Standort des alten Güterschuppens, hier sei der neue Mobilitätspunkt mit einer besseren Anbindung an die Bushaltestelle geplant. Der Schuppen läge nah an den Gleisen, das gäbe jetzt Probleme beim Abriss. Im Herbst 2019 soll es mit dem Bau losgehen, 2020 sei die Fertigstellung geplant. „Wir sollten den Klimawandel an die deutsche Bahn abgeben, dann geht der langsamer voran“, so die launige Reaktion Hermanns. „Es kann nicht sein, dass so ein Kleinkram so lange dauert. Die Bahn will ganz Stuttgart untertunneln und schafft es zeitnah nicht, einen Schuppen abzureißen.“

Einen positiven Ausblick gab’s schlussendlich noch auf geplante Radschnellwege. Drei Pilotprojekte seien konkret auf dem Weg. Den Städten im Raum Stuttgart und im Raum Sindelfingen/Böblingen müsse aber auch klar sein, dass Radschnellwege nicht an Stadtgrenzen enden können. Nach den vielen Infos hatte Bacherle das Schlusswort: „Die GRÜNEN machen einen Unterschied, das sehen wir hier auch wieder an unseren Landtagsabgeordneten. Das sollte auch bei der Bundestagswahl bedacht werden. Deshalb stimmen Sie für die GRÜNEN“

Mehr Infos auch unter www.tbbacherle.eu

 

Wahlparty am Sonntag im ‘s Café in Sindelfingen

Wahlparty am Sonntag im ‘s Café in Sindelfingen

Zum Abschluss wieder ins ‘s Café

Bündnis 90/Die GRÜNEN laden zur Wahlparty am Sonntag ab 17.30 Uhr ins Sindelfinger ‘s Café in der Turmgasse ein.
In der Sindelfinger Bar ‘s Café endet damit für Bacherle sein Wahlkampf. Das an eben dem Ort, wo er den Sindelfinger Wahlkampfhöhepunkt mit Erik Marquardt hatte, wo dessen Ausstellung über Afghanistan bis Ende August hing und dort, wo Bacherle neben zahlreichen Pressegesprächen, sich auch mit der SWR Landesschau getroffen hatte.
Um 18.00 Uhr werden die GRÜNEN dann gemeinsam die ersten Ergebnisse abwarten und anschließend noch einmal den Wahlkampf Revue passieren lassen. Anschließend wird Bacherle selbst ins Landratsamt gehen, um gegen 20.00 Uhr wieder ins ‘s Café zurückzukehren und den Abend ausklingen zu lassen.

FB-Event zur Wahlparty

Höhepunkte: Vier Veranstaltungen zur heißen Phase

Höhepunkte: Vier Veranstaltungen zur heißen Phase

Vier Veranstaltungen zur heißen Phase
Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle und seine Partei laden in der heißen Phase vor der Bundestagswahl noch einmal zu vier Höhepunkten ein.

Wie schon bei den Auftaktveranstaltungen hat sich Bündnis 90/Die GRÜNEN entschieden, keinen einzelnen Höhepunkt zu veranstalten, sondern vier Veranstaltungen im Kreis verteilt als regionale Höhepunkte.
„Auch hier ist es uns wieder wichtig, den ganzen Kreis abzudecken und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, mit uns ins Gespräch zu kommen“, so der Kandidat Tobias B. Bacherle.
Als Gäste werden dabei die Fraktionsvorsitzende des Europaparlaments Ska Keller MdEP, Theresia Bauer MdL, Winne Hermann MdL und die nordrheinwestfälische Europaabgeordnete Terry Reinke MdEP.

Am 4. September ab 18.00 Uhr wird Theresia Bauer in Leonberg den Auftakt starten. Gemeinsam mit Tobias B. Bacherle wird Bauer im alten, Eltinger Rathaus über die Erfolge der Baden-Württembergischen Landesregierung in der Wissenschaft, aber auch für die Kultur in Baden-Württemberg sprechen.
Bacherle, dem auch die Förderung popkultureller Strukturen am Herzen liegt, setzt damit noch einmal das Thema Kulturpolitik, welches auch in seinen Bewerbungsreden einen wichtigen Platz eingenommen hatte.

Die Fraktionsvorsitzende aus Brüssel in Böblingen

Nachdem es sich bei den Auftaktevents unter anderem mit Omid Nouripour schon um Außenpolitik gedreht hatte, knüpft Bacherle am 8. September daran an. Gemeinsam mit Ska Keller MdEP, der Fraktionsvorsitzenden und Handelspolitischen Sprecherin der GRÜNEN im Europaparlament, möchte Bacherle in der Kongresshalle auch aufzeigen, was sich in der Handelspolitik ändern muss. Vor allem werden Keller und Bacherle aber nochmals über die GRÜNE Idee eines geeinten Europas sprechen.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung, wie auch in Leonberg, von Julian Wirth.

Mit Terry Reinke MdEP, der jüngsten der grünen Europaparlamentarier, wird am 14. September auf dem grünen Sommerfest im Klosterhof das Thema Europa auch wieder eine große Rolle spielen. Unter der Überschrift „Jugend & Europa“ werden Bacherle und Reinke gemeinsam mit den Gästen über die Herausforderungen in Europa und was es für die jüngere Generation bedeutet, in einem grenzenfreien Europa aufgewachsen zu sein, diskutieren.

“Die Mobilitätswende ist eine der wichtigsten Herausforderungen für den Kreis”

Abschließend wird am 15. September Winne Hermann den Wahlkreis besuchen. Unter dem Titel ‚Auf dem richtigen Weg für die Mobilität von morgen‘ laden Bacherle und seine Partei zu einer Verkehrspolitischen Busfahrt durch den Kreis ein. Diese startet um 16.00 Uhr am Sindelfinger Bahnhof und endet um 18.00 Uhr eben dort.
„Die Mobilitätswende ist eine der wichtigsten Herausforderungen für unseren Wahlkreis. Die zukünftigen Märkte fragen nach emissionsneutralem Fahren und neuen Mobilitätskonzepten. Nur wenn wir diese hier entwickeln und produzieren, können wir als Standort so stark bleiben wie bisher“, so Bacherle. „Ich freue mich, dass wir mit Winne Hermann einen so profunden Kenner der Mobilitätsbranche gewinnen konnten“
Die Plätze sind begrenzt, eine kostenfreie Anmeldung ist unter bustour@tbbacherle.eu möglich.

Auch in den kommenden Wochen wird Bacherle wieder in Facebook-Livechats gemeinsam mit Parteifreunden Rede und Antwort stehen. Diese Live-Streams über das soziale Netzwerk Facebook wird Bacherle vorher dort ankündigen. Hier haben Nutzer die Möglichkeit live zu kommentieren und Fragen an die Gäste zu stellen.

Die Veranstaltungen im Überblick:

4. September, 18.00 Uhr, Altes Rathaus Eltingen
Carl-Schmincke-Straße 37, 71229 Leonberg
Auf dem richtigen Weg…
… für Wissenschaft und Kultur mit Theresia Bauer MdL
Musik: Julian Wirth

8. September, 18.00 Uhr, Kongresshalle Böblingen, Württembergsaal
Böblingen
Quo vadis Europa?
Mut zur Veränderung mit Ska Keller MdEP
Musik: Julian Wirth

14. September, Beginn ca 19.30, Klosterhof, Bronngasse 13
Herrenberg, ab 19.00 Uhr Grünes Sommerfest
Jugend & Europa. mit Terry Reinke MdEP
Mit musikalischer Begleitung.
.

15. September, 16:00 Uhr, Treffpunkt: S-Bahnhof Sindelfingen.
Auf dem richtigen Weg…
für die Mobilität von morgen mit Winfried Hermann MdL
Bustour, Anmeldung unter bustour@tbbacherle.eu

 

 

Pressemitteilung: Bacherle bei SWR Aktuell

Pressemitteilung: Bacherle bei SWR Aktuell

Tobias B. Bacherle bei SWR Aktuell
SWR Aktuell stellt die jungen Kandidierenden vor. Der Beitrag über Bacherle wird am Donnerstag gesendet.

Die Bundestagswahl rückt näher und auch die Jugend und ihre politische Meinung rückt in den Mittelpunkt. SWR Aktuell porträtiert daher die jungen Kandierenden im Land Baden-Württemberg.
In den Beiträgen sollen die Nachwuchspolitiker und ihre Kernthemen vorgestellt werden.

Auch der Böblinger Bundestagskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde vom SWR im Sindelfinger ‘s Café besucht. In der Bar, in der auch die Fotoausstellung von Erik Marquardt über Afghanistan hängt und Bacherle seinen Sindelfinger Wahlkampfauftakt hatte, filmte das SWR am vergangenen Donnerstag den Beitrag.
Das Team hatte Bacherle einige Materialien an die Hand gegeben, um die drängendsten politischen Themen in Miniatur nachzubauen. Bacherle machte dabei noch einmal deutlich, dass er für mehr globale Gerechtigkeit und die Mobilitätswende streiten wolle, nicht zuletzt um den Standort langfristig zu erhalten.
Das Porträt über den Sindelfinger Stadtrat wird kommende Woche in der Donnerstagausgabe von SWR Aktuell zwischen 19.30 Uhr und 20.00 Uhr gesendet.

 

Foto: Tarek Musleh / www.musleh-fotografie.de

Bericht: Radtour zur fahrradfreundlichsten Kommune BW

Bericht: Radtour zur fahrradfreundlichsten Kommune BW

Radtour: 200 Jahre Fahrrad
Bacherle radelt mit GRÜNEN durch den Kreis

Am Donnerstag, den 27. 7., radelte der grüne Bundestagskandidat Tobias B. Bacherle zusammen mit dem Grünen AK-Verkehr aus Sindelfingen, ein paar ADFC-Mitglieder und einer Grünen Kreisrätin aus Leonberg von Sindelfingen nach Leonberg und Rutesheim knapp 40km durch den Wahlkreis. Die Radtour stand unter dem Thema „200 Jahre Fahrrad“.

Von Sindelfingen ging’s durch den Wald nach Leonberg.

Zu diesem Thema gab es im Leonberger Stadtmuseum eine kleine und feine Ausstellung. Die Museumsleiterin Kirstin Koch-Konz erklärte mit ihrem fundierten Fachwissen die Geschichte des Fahrrades: Begonnen hat alles vor genau 200 Jahren mit dem Laufrad von Karl von Drais, der sogenannten Draisine. Dies war der Einstieg in die individuelle Mobilität. Die nächste Neuerung war dann ca. 50 Jahre später der Pedalantrieb am Vorderrad. Um einigermaßen zügig voranzukommen musste das Vorderrad vergrößert werden. Entstanden ist das Hochrad. Es erforderte fast schon akrobatische Fähigkeiten, hatte keine Transportmöglichkeit und war dadurch eher eine Freizeitbelustigung der Aristokratie.

Erst gegen 1880 entstand dann das Fahrrad in der heutigen Form mit dem Pedalantrieb in der Mitte und der Kette zum Hinterrad. Dadurch wurde das Rad alltagstauglich, leicht zu fahren und es bot auch Platz zum Warentransport. Durch die Luftbereifung wurde es bequemer und es wurde dann zur Vorjahrhundertwende zum ersten Massentransportmittel.

Es wurde ständig weiterentwickelt (Gangschaltung, bessere Bremsen, Beleuchtung) und war bis zum Wirtschaftswunder in den 50-er und 60-er-Jahren das meistverkaufte Fahrzeug für die individuelle Mobilität.

Motorisierung als erster Dämpfer für das Fahrrad

Mit dem Wirtschaftswunder begann die „Motorisierung für Alle“ und damit der motorisierte Individualverkehr. Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel hatte weitgehend ausgedient und verschwand fast vollständig aus dem Straßenverkehr und wurde dann beim Straßenbau auch nicht mehr berücksichtigt. Nur noch in Städten mit hohem Studentenanteil und/oder flacher Topologie blieb es im Stadtbild erhalten. Erst kurz vor der Jahrtausendwende erlebte es dann eine Renaissance im Freizeitbereich (Mountain-Bike).

Inzwischen wird es aufgrund der ökologischen Vorteile wieder vermehrt im Alltag verwendet und durch die elektrische Pedalunterstützung (E-Bike) werden totpologisch ungünstige Städte (z. B. Stuttgart) für das Fahrrad wieder attraktiv. Die Verkehrswege selbst dagegen blieben meist unverändert in ihrem fahrraduntauglichen Zustand.
„Das ist eine Aufgabe für jede einzelne Kommune“, meint Bacherle zu den kommunalpolitisch aktiven Grünen und nimmt dabei auch Sindelfingen nicht aus: „Ein Fahrradschnellweg ist zum Beispiel klasse. Aber er bringt erst wirklich was, wenn er auch von der Stadt gut angebunden ist.“

Rutesheim ist vorbildlich

In diesem Sinne ging es bei der zweiten Station in Rutesheim mit einem Lichtblick weiter. Rutesheim ist laut ADFC-Klimatest die fahrradfreundlichste Kleinstadt in ganz Baden-Württemberg. „Hier sieht man den politischen Willen ja sofort“, kommentiert Bacherle als sich der Radweg an der Gemarkungsgrenze zwischen Leonberg und Rutesheim von einem holprigen, kleinen Seitenstreifen zu einem circa 2,50 Meter breiten, sauber asphaltieren Weg wandelt.
Im Rathaus erklärte der erste Beigeordnete von Rutesheim, Herr Martin Killinger, der grünen Radeltruppe wie es dazu kam.

Bereits 2002 beschloss der Gemeinderat einstimmig die Kehrtwende in der Verkehrspolitik. Die Begeisterung für das Fahrrad bei Herrn Killinger und in der Verwaltung brachte vieles ins Rollen. Unter ständiger Bürgerbeteiligung wurden Verkehrskonzepte entwickelt. Bei Bürgerfesten wurde das Thema „Fahrrad“ und „Verkehrsberuhigung“ engagiert präsentiert und dafür geworben.

So hat heute Rutesheim flächendeckend Tempo 30, in einigen Straßen sogar Tempo 20, und dies wird vom Großteil der Bevölkerung akzeptiert und unterstützt. Die ehemaligen Durchgangstraßen wurden zurückgebaut und erhielten an schwierigen Stellen Schutzstreifen für Radfahrer. Ansonsten ist durch das Tempo 30 gar kein Radweg mehr nötig. Das Ergebnis ist eindeutig und überzeugend: „In Rutesheim macht das Radeln Spaß!“, resümiert der Sindelfinger Stadtrat Helmut Hoffmann.
„Und es macht Mut zu sehen, was möglich ist wenn der Wille da ist“, lobt Bacherle im Gespräch mit Killinger die Bemühungen der Stadt Rutesheim.

Bikesafe als Zukunftsmodell

Im Anschluss besuchte die Radelgruppe gemeinsam mit Herrn Killinger den neuen Bikesafe-Turm am Rutesheimer Schulzentrum. Hier können auf minimaler Grundfläche (Durchmesser 7 m) auf fünf Stockwerken automatisch bis zu 122 Räder sicher und bisher auch kostenlos abgestellt werden.
„Gutes Fahrradfahren braucht Platz, aber solche Technik zeigt, dass es dafür eben auch intelligente Lösungen geben kann“, kommentiert Bacherle.

Zum Abschluss der Radtour gab es für die grünen Radler noch eine Pause mit Stärkung in Renningen in der Sessler Mühle, bevor es die letzten Kilometer wieder zurück nach Sindelfingen ging.